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	<title>Forum fuer Gruendergeist</title>
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    <title>Forum fuer Gruendergeist</title>
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forum fuer gruendergeist - verantwortung übernehmen, eine vision formen und die zukunft gestalten </itunes:summary>
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	<itunes:author>Simon Schnetzer</itunes:author>
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		<title>Global Entrepreneurship Week 2009</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2009/11/global-entrepreneurship-week-2009/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 01:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 16-22. November 2009 findet die Global Entrepreneurship Week statt, mit dem Ziel, junge Menschen ans Unternehmertum heranzuführen. Zum deutschen Programm ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-104" title="Bild 2" src="http://blog.gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2009/11/Bild-21.png" alt="Bild 2" width="143" height="88" /></p>
<p><strong>Es ist bald wieder so weit. Vom 16-22. November 2009 werden weltweit an die 2700 Veranstaltungen im Rahmen der Global Entrepreneurship Week durchgeführt. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen ans Unternehmertum heranzuführen.</strong></p>
<p><strong><span id="more-102"></span></strong></p>
<p>Die Global Entrepreneurship Week (GEW) ist eine weltweite Aktionswoche mit dem Ziel, den Unternehmergeist junger Menschen zwischen 14 und 30 Jahren zu wecken. In Deutschland und weiteren 87 Ländern der Erde finden unter dem Motto der GEW zahlreiche Veranstaltungen statt. Das Ursprungsland der Initiative, die USA, ist mit einem Fünftel der 2700 Veranstaltungen Spitzenreiter, gefolgt von Großbritannien und Spanien. Die vier Kernthemen der Woche sind: Inspirieren, Netzwerke, Mentoren und Partizipation.</p>
<ol>
<li><strong>Inspirieren</strong>: um Jungen Menschen unter 30 Unternehmertum als Karrierepfad schmackhaft zu machen.</li>
<li><strong>Netzwerken</strong>: um Innovation interkulturell und interdisziplinär zu fördern, werden Netzwerke zwischen jungen Menschen und Organisationen geschaffen.</li>
<li><strong>Mentoren</strong>: um talentierte Nachwuchsunternehmer zu unterstützen, agieren inspirierende Unternehmer als Mentoren und Trainer.</li>
<li><strong>Partizipation</strong>: um einen Erfahrungsaustausch über Unternehmertum und Unternehmergeist betreffende Politik zu führen, werden politische Entscheidungsträger in den Prozess eingebunden.</li>
</ol>
<p><strong> WAS IST GEBOTEN? &#8211; DIE GEW 2009 IN DEUTSCHLAND</strong></p>
<p>Zwischen dem 16. und 22. November werden im Rahmen der GEW bundesweit insgesamt 86 Aktivitäten durchgeführt, vom Kongress zu “Schule und Selbständigkeit” über Vorlesungsreihen, Gründungsseminaren, Ideenwettbewerben, bis hin zu Präsentationen von sämtlichen relevanten Akteuren. Besonders kreativ klingende Veranstaltungen sind zum Beispiel der <a title="Link zu: NewBizCup 2.0" href="http://www.reutlingen-university.de/hochschule/existenzgruendung/newbizcup20.html" target="_blank">NewBizCup 2.0</a>, Selbstmarketing – <a title="Link zu: die Marke &quot;Ich&quot;" href="www.cto.uni-freiburg.de/gruenderkolleg/vertiefungsworkshops" target="_blank">die Marke “Ich”</a>, oder die <a title="Link zu: IdeeFix - Mainz" href="www.ideefix-wettbewerb.de" target="_blank">Mainzer IdeeFix</a>. Das Motto hierzulande ist „Seien Sie dabei, wenn es gilt, die nächste Generation von unternehmerisch denkenden und handelnden Menschen hervorzubringen!“ Das ausführliche Programm der Aktivitäten finden sie <a title="Link zu: Programm der GEW Aktivitäten in Deutschland" href="http://www.unleashingideas.org/germany/activities_calendar">hier</a>.</p>
<p>Am 16. November wird die Auftaktveranstaltung der deutschen GEW in Stuttgart unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers stattfinden und einen Großteil der deutschen Gründerszene versammeln. Für junge Menschen, die bereits wissen, dass sie Unternehmer werden wollen, ist diese Auftaktveranstaltung mit Vorträgen, Workshops und Vorlesungen ein hervorragender Ort, um sich zu informieren und Netzwerke auszubauen. Sehr positiv ist auch, dass zahlreiche Hochschulen sich durch die Aktionswoche im Zugzwang sehen, Unternehmergeist stärker zu fördern. Ein genauerer Blick auf <a title="Download zu: Programm der Auftaktveranstaltung der GEW 09 in Deutschland" href="http://www.global-ew.de/fileadmin/user_upload/downloads/Flyer-Auftaktveranstaltung.pdf" target="_blank">das Programm der Auftaktveranstaltung </a> zeigt aber, dass ein gemeinsames Forum für die Anwesenden fehlt. Die Versammelten werden in Vorträgen und Vorlesungen ihre Arbeit vorstellen, und Punkt. Dem Programm nach ist kein Raum dafür vorgesehen, gemeinsam eine größere Erkenntnis zu gewinnen oder eine Strategie für mehr Unternehmergeist in Deutschland zu erarbeiten.</p>
<p>Um das hehre Ziel zu erreichen, junge Menschen dafür zu begeistern groß zu denken, ihre Ideen in die Realität umzusetzen und etwas zu bewegen, wird man mit gemeinsamer Anstrengung auf junge Menschen zugehen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass durch die GEW viel mediale Aufmerksamkeit auf die Unternehmerinitiativen, Wettbewerbe und Unterstützungsmöglichkeiten gelenkt wird, und dadurch die Zielgruppe erreicht wird.<br />
Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Hochschule Wismar haben erfreulicherweise die Initiative ergriffen und dieser globalen Initiative auch in Deutschland ein Gesicht gegeben. Mitmachen kann übrigens jeder. Und nächstes Jahr wird auch das Forum für Gründergeist mit dabei sein.</p>
<p>_______________________________________________________________________________________<br />
Links zur Global Entrepreneurship Week:</p>
<p><a title="Global Entrepreneurship Week - Deutschland" href="http://www.global-ew.de" target="_blank">http://www.global-ew.de</a> (in Deutschland)</p>
<p><a title="Global Entrepreneurship Week - international" href="http://www.unleashingideas.org" target="_blank">http://www.unleashingideas.org</a> (international)</p>
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	<itunes:summary>&lt;p&gt;&lt;img class=&quot;alignleft size-full wp-image-104&quot; title=&quot;Bild 2&quot; src=&quot;http://blog.gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2009/11/Bild-21.png&quot; alt=&quot;Bild 2&quot; width=&quot;143&quot; height=&quot;88&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Es ist bald wieder so weit. Vom 16-22. November 2009 werden weltweit an die 2700 Veranstaltungen im Rahmen der Global Entrepreneurship Week durchgeführt. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen ans Unternehmertum heranzuführen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span id=&quot;more-102&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Global Entrepreneurship Week (GEW) ist eine weltweite Aktionswoche mit dem Ziel, den Unternehmergeist junger Menschen zwischen 14 und 30 Jahren zu wecken. In Deutschland und weiteren 87 Ländern der Erde finden unter dem Motto der GEW zahlreiche Veranstaltungen statt. Das Ursprungsland der Initiative, die USA, ist mit einem Fünftel der 2700 Veranstaltungen Spitzenreiter, gefolgt von Großbritannien und Spanien. Die vier Kernthemen der Woche sind: Inspirieren, Netzwerke, Mentoren und Partizipation.&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Inspirieren&lt;/strong&gt;: um Jungen Menschen unter 30 Unternehmertum als Karrierepfad schmackhaft zu machen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Netzwerken&lt;/strong&gt;: um Innovation interkulturell und interdisziplinär zu fördern, werden Netzwerke zwischen jungen Menschen und Organisationen geschaffen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Mentoren&lt;/strong&gt;: um talentierte Nachwuchsunternehmer zu unterstützen, agieren inspirierende Unternehmer als Mentoren und Trainer.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Partizipation&lt;/strong&gt;: um einen Erfahrungsaustausch über Unternehmertum und Unternehmergeist betreffende Politik zu führen, werden politische Entscheidungsträger in den Prozess eingebunden.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; WAS IST GEBOTEN? – DIE GEW 2009 IN DEUTSCHLAND&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen dem 16. und 22. November werden im Rahmen der GEW bundesweit insgesamt 86 Aktivitäten durchgeführt, vom Kongress zu “Schule und Selbständigkeit” über Vorlesungsreihen, Gründungsseminaren, Ideenwettbewerben, bis hin zu Präsentationen von sämtlichen relevanten Akteuren. Besonders kreativ klingende Veranstaltungen sind zum Beispiel der &lt;a title=&quot;Link zu: NewBizCup 2.0&quot; href=&quot;http://www.reutlingen-university.de/hochschule/existenzgruendung/newbizcup20.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;NewBizCup 2.0&lt;/a&gt;, Selbstmarketing – &lt;a title=&quot;Link zu: die Marke &quot;Ich&quot;&quot; href=&quot;www.cto.uni-freiburg.de/gruenderkolleg/vertiefungsworkshops&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;die Marke “Ich”&lt;/a&gt;, oder die &lt;a title=&quot;Link zu: IdeeFix - Mainz&quot; href=&quot;www.ideefix-wettbewerb.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mainzer IdeeFix&lt;/a&gt;. Das Motto hierzulande ist „Seien Sie dabei, wenn es gilt, die nächste Generation von unternehmerisch denkenden und handelnden Menschen hervorzubringen!“ Das ausführliche Programm der Aktivitäten finden sie &lt;a title=&quot;Link zu: Programm der GEW Aktivitäten in Deutschland&quot; href=&quot;http://www.unleashingideas.org/germany/activities_calendar&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 16. November wird die Auftaktveranstaltung der deutschen GEW in Stuttgart unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers stattfinden und einen Großteil der deutschen Gründerszene versammeln. Für junge Menschen, die bereits wissen, dass sie Unternehmer werden wollen, ist diese Auftaktveranstaltung mit Vorträgen, Workshops und Vorlesungen ein hervorragender Ort, um sich zu informieren und Netzwerke auszubauen. Sehr positiv ist auch, dass zahlreiche Hochschulen sich durch die Aktionswoche im Zugzwang sehen, Unternehmergeist stärker zu fördern. Ein genauerer Blick auf &lt;a [...]</itunes:summary>
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<itunes:author>Forum fur Grundergeist</itunes:author>
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<itunes:keywords>Global Entrepreneurship Week, Deutschland, Unternehmergeist, Jugend, Unternehmertum, Grunder</itunes:keywords>
	</item>
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		<title>Illusionen über Unternehmertum</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2009/10/illusionen-uber-unternehmertum/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 21:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag ist dem Thema „Illusionen über Unternehmertum“ gewidmet und ist Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden. Grundlage für den Beitrag ist ein Vortrag von Scott Shane, dem Autor des 2008 erschienen Buchs* „Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths that Entrepreneurs, Investors and Policy Makers Live By“. In seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img title="im Markt weht rauher Wind, nicht einfach für Neulinge" src="http://a03-b03.mypicturetown.com:80/P2PwebCmdController/cache/lNOjWOnkvsNaT3xE3q-bQFfNpDLTzZpxF%26o6xf2hp_KqJ7pdfUdeT6lKaE.ha7BO/item.jpg?rot=1" alt="im Markt weht rauher Wind - nicht einfach für Neulinge" width="560" height="165" /><p class="wp-caption-text">im Markt weht rauher Wind, nicht einfach für Neulinge</p></div><strong>Dieser Beitrag ist dem Thema „Illusionen über Unternehmertum“ gewidmet und ist Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden. Grundlage für den Beitrag ist ein Vortrag von Scott Shane, dem Autor des 2008 erschienen Buchs* „Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths that Entrepreneurs, Investors and Policy Makers Live By“. In seinem Vortrag* bei der Entgegennahme des Global Award for Entrepreneurship Research 2009, rechnet der Preisträger mit dem weit verbreiteten Irrglauben ab, dass ein Mehr an Unternehmensgründungen automatisch gut für die Wirtschaft sei.</strong></p>
<p><span id="more-68"></span></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Politiker in Europa und den USA wiegen sich gerne in dem Glauben, dass durch mehr Unternehmensgründungen innovative Unternehmen entstehen und viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist weit gefehlt, wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmensneugründungen eine Lebenserwartung von weniger als fünf Jahren haben und weniger innovativ und produktiv als bestehende Unternehmen sind. Es ist unmöglich, schon im Vorfeld einer Gründung deren Erfolg abzusehen, doch man könnte eindeutigere Erfolgsindikatoren bei der Mittelvergabe berücksichtigen.</p>
<p><strong>Die Illusion vom Wirtschaftswachstum</strong></p>
<p>Die gute Nachricht vorweg: es gibt noch erfolgreiche Neugründungen. Die schlechte Nachricht: davon gibt es nicht viele. Eine Querschnittsanalyse über 34 Länder hat gezeigt, dass Unternehmen zwischen 1998 und 2003 für den Start im Durchschnitt 11.400 US$ benötigten. Doch mit dieser Kapitalausstattung kann man nicht erwarten, dass Branchenriesen wie Google, SAP oder RYANAIR entstehen.</p>
<p>Die Politik stellt sich häufig selbst ein Bein, indem öffentliche Gründungsförderungen vornehmlich in Sektoren mit hohem Wettbewerb und niedrigen Markteintrittsbarrieren bereitgestellt werden. Eine hohe Misserfolgsquote ist dabei vorprogrammiert, denn neue Unternehmen setzen ihre Ressourcen schlechter ein als erfahrene Konkurrenten. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, müssen sie innovativ und produktiver als die Konkurrenz sein. Das ist für Branchenneulinge eine große Herausforderung, besonders wenn sie, wie viele, aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet werden. Die erfolgreichsten Gründer sind jene, die ihre Beschäftigung in einem bestimmten Sektor aufgeben, um sich mit einer Idee in demselben Sektor selbständig zu machen.</p>
<p>Es ist statistisch nachgewiesen, dass Länder bei zunehmendem Wohlstand eine Abnahme der Neugründungen verzeichnen. Das erklärt sich durch steigende Durchschnittslöhne und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten, die gleichzeitig den Anreiz reduzieren, das Risiko der Selbständigkeit einzugehen. In den USA, ähnlich wie in anderen OECD Mitgliedstaaten, sank die Rate der selbständig Beschäftigten zwischen 1948 und 2003 von 12 auf 7,5 Prozent.</p>
<p><strong>Die Illusion von der Arbeitsschaffung</strong></p>
<p>Es sind nicht junge Unternehmen die neue Arbeitsplätze schaffen. Nicht einmal zehn Prozent der in den USA und in Schweden jährlich geschaffenen Arbeitsplätze entstehen durch Firmengründungen. Und die meisten der so geschaffenen Stellen überdauern keine zwei oder drei Jahre. In den USA bedarf es 43 Gründungen, damit über die Dauer von zehn Jahren ein Unternehmen zumindest einen Beschäftigten (im Schnitt sind es dann neun) hält. Problematisch für Beschäftigte von jungen Unternehmen ist, dass der Arbeitsplatz unsicher ist und Lohn und Zusatzleistungen schlechter sind als bei der etablierten Konkurrenz.</p>
<p><strong>Die Lösung für die Politik</strong></p>
<p>Der Autor empfiehlt der Politik, einen klaren Schnitt mit der bisherigen Gründungsförderung zu machen: man muss aufhören jede Gründung zu fördern und sich stattdessen auf Gründungen mit Wachstumspotential konzentrieren. Identifizieren lassen sich Unternehmen mit Wachstumspotential gut daran, wie sie finanziert werden. Besonders erfolgreich entwickeln sich mit Risikokapital finanzierte Unternehmen. Das sind in den USA von jährlich zwei Millionen Neugründungen im Schnitt nur 820. Eine weitere Maßnahme für die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist die Bereitstellung von mehr Geld für kommerziell nutzbare Forschung und Entwicklung, speziell auch für kleinere Unternehmen.</p>
<p>Was der Autor davon hält, dass der deutsche Staat jährlich zwölf Milliarden Euro ausgibt um Arbeitslose zu Unternehmern zu machen? Nicht viel, denn als Ergebnis der Investition gibt es viele Kleinstunternehmen mit wenig Wachstumsperspektive und hoher Ausfallquote.</p>
<p><strong>Bedeutung für das Forum für Gründergeist</strong></p>
<p>Die Aussagen des Artikels spielen eine wichtige Rolle für weitere Diskussionen in dem Forum für Gründergeist. Scott Shane belegt eindrucksvoll das Versagen der Denkweise, dass jegliches unternehmerisches Handeln für die Gesellschaft wertvoll und förderungswürdig ist. Um herkömmliche Gründerförderung durch bessere abzulösen, gilt es noch einige Fragen zu beantworten:</p>
<ul>
<li>Welche Rolle hat der Staat: muss der Staat Gründungen mitfinanzieren, oder sich auf Beratung beschränken, um den Wert von Ideen und Innovationen für die Gesellschaft zu maximieren?</li>
<li>Was können wir von Risikokapitalgebern lernen: soll der Staat dieselben Förderkriterien anlegen wie Risikokapitalgeber?</li>
<li>Reichen vorhandene Fördermöglichkeiten aus: gibt es genug Risikokapital für aussichtsreiche Unternehmensgründer?</li>
</ul>
<p>Gewiss, Deutschland sollte nicht jeden willigen Unternehmensgründer finanziell unterstützen, aber es sollte fördern, dass jeder mit einer Idee sich als potentieller Gründer versteht und bereit fühlt diese in die Tat umzusetzen.</p>
<p><strong>Quellen des Beitrags:</strong></p>
<p>* Scott A. Shane (2009): <em>Why encouraging more people to become entrepreneurs is bad public policy</em>. Small Business Economics (2009) 33: 141-149.<br />
&gt;&gt; <a title="Link zum Herunterladen des Artikels" href="http://www.e-award.org/BinaryLoader.axd?OwnerID=75e341dc-eb49-455b-8a1c-ce63f929a40a&amp;OwnerType=0&amp;PropertyName=Files&amp;FileName=Prize%20Lecture.pdf" target="_blank">Der Link zum Herunterladen</a></p>
<p>* Scott A. Shane (2008), Yale University Press: <em>The Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths That Entrepreneurs, Investors, and Policy Makers Live By</em>.<br />
&gt;&gt; <a title="Link zum Einsehen bei Google Books" href="http://books.google.com/books?id=MyNmK9lcvugC&amp;dq=scott+shane+illusions+google+books&amp;printsec=frontcover&amp;source=bn&amp;hl=de&amp;ei=U57kSuyiOYuouAegm-3YAQ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=4&amp;ved=0CBcQ6AEwAw" target="_blank">Bei Google Books zum Einsehen </a></p>
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&lt;p&gt;&lt;span id=&quot;more-68&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Politiker in Europa und den USA wiegen sich gerne in dem Glauben, dass durch mehr Unternehmensgründungen innovative Unternehmen entstehen und viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist weit gefehlt, wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmensneugründungen eine Lebenserwartung von weniger als fünf Jahren haben und weniger innovativ und produktiv als bestehende Unternehmen sind. Es ist unmöglich, schon im Vorfeld einer Gründung deren Erfolg abzusehen, doch man könnte eindeutigere Erfolgsindikatoren bei der Mittelvergabe berücksichtigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Illusion vom Wirtschaftswachstum&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gute Nachricht vorweg: es gibt noch erfolgreiche Neugründungen. Die schlechte Nachricht: davon gibt es nicht viele. Eine Querschnittsanalyse über 34 Länder hat gezeigt, dass Unternehmen zwischen 1998 und 2003 für den Start im Durchschnitt 11.400 US$ benötigten. Doch mit dieser Kapitalausstattung kann man nicht erwarten, dass Branchenriesen wie Google, SAP oder RYANAIR entstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Politik stellt sich häufig selbst ein Bein, indem öffentliche Gründungsförderungen vornehmlich in Sektoren mit hohem Wettbewerb und niedrigen Markteintrittsbarrieren bereitgestellt werden. Eine hohe Misserfolgsquote ist dabei vorprogrammiert, denn neue Unternehmen setzen ihre Ressourcen schlechter ein als erfahrene Konkurrenten. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, müssen sie innovativ und produktiver als die Konkurrenz sein. Das ist für Branchenneulinge eine große Herausforderung, besonders wenn sie, wie viele, aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet werden. Die erfolgreichsten Gründer sind jene, die ihre Beschäftigung in einem bestimmten Sektor aufgeben, um sich mit einer Idee in demselben Sektor selbständig zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist statistisch nachgewiesen, dass Länder bei zunehmendem Wohlstand eine Abnahme der Neugründungen verzeichnen. Das erklärt sich durch steigende Durchschnittslöhne und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten, die gleichzeitig den Anreiz reduzieren, das Risiko der Selbständigkeit einzugehen. In den USA, ähnlich wie in anderen OECD Mitgliedstaaten, sank die Rate der selbständig Beschäftigten zwischen 1948 und 2003 von 12 auf 7,5 Prozent.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Illusion von der Arbeitsschaffung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es sind nicht junge Unternehmen die neue Arbeitsplätze schaffen. Nicht einmal zehn Prozent der in den USA und in Schweden jährlich geschaffenen Arbeitsplätze entstehen durch Firmengründungen. Und die meisten der so [...]</itunes:summary>
<itunes:subtitle>Dieser Beitrag ist dem Thema „Illusionen über Unternehmertum“ gewidmet und ist Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden. Grundlage für den Beitrag ist ein Vortrag von Scott Shane, dem Autor des [...]</itunes:subtitle>
<itunes:author>Forum fur Grundergeist</itunes:author>
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	</item>
		<item>
		<title>Unternehmerischer Ehrgeiz unter der Lupe</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2009/10/unternehmerischer-ehrgeiz-unter-der-lupe/</link>
		<comments>http://gruendergeist.eu/2009/10/unternehmerischer-ehrgeiz-unter-der-lupe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 19:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden: „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“ (Unternehmerischer Ehrgeiz, Motivation und dafür förderliche Faktoren) aus dem Journal für Small Business Economics, 2008.  Die Autoren empfehlen der Politik Unternehmerehrgeiz stärker zu fördern und bei der Förderung von Gründungsvorhaben den Fokus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Unternehmergeist unter der Lupe" src="http://a03-b03.mypicturetown.com:80/P2PwebCmdController/cache/2c0xKUOyc%26Mh.Enzp2jPMkdNh%3DFNPVJ_.aIs-wwue3Kz6qP4rF82o-%25pne%3DUG%3DO/item.jpg?rot=1" alt="Es geht weiter, aber wie?" width="576" height="151" /></p>
<p><strong>Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden: „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“ (Unternehmerischer Ehrgeiz, Motivation und dafür förderliche Faktoren) aus dem Journal für Small Business Economics, 2008.  Die Autoren empfehlen der Politik Unternehmerehrgeiz stärker zu fördern und bei der Förderung von Gründungsvorhaben den Fokus auf Qualität statt auf Quantität zu legen.</strong></p>
<p><span id="more-41"></span><br />
Der Fachartikel untersucht verschiedene Motivationen für Gründungsvorhaben. Insbesondere wird analysiert, inwiefern ein Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Voraussetzungen und unternehmerischem Ehrgeiz besteht. Die Autoren definieren zwei Phasen unternehmerischer Tätigkeit: erstens, die Gründungsphase, in der Menschen durch Notwendigkeit, Unabhängigkeitsstreben oder Wohlstandsmehrung motiviert werden; zweitens, die Wachstumsphase, charakterisiert durch den Ehrgeiz bezüglich Innovation, Beschäftigungswachstum und Export.</p>
<p>In Ergänzung zur bestehenden Literatur haben die Autoren auch den Einfluss sozialer Sicherheit für ihre Analyse berücksichtigt. Antwort auf ihre Fragen fanden die Autoren in den Datensätzen des Global Entrepreneurship Monitors 2005 und 2006. Das Ergebnis der Analyse ist, dass export- und wachstumsorientierte Unternehmer meist aus dem Motiv der Wohlstandsmehrung gründen und dass unternehmerischer Ehrgeiz mit der Höhe der sozialen Absicherung abnimmt.</p>
<p><strong> Die Bedeutung des Artikels für Gründergeist</strong></p>
<p>Die Politik fordert mehr Unternehmertum, um Strukturwandel zu beschleunigen und sterbende Beschäftigungsfelder durch neue zu ersetzen. Der Fachartikel leistet einen Beitrag zu der Diskussion, wie Unternehmertum am besten gefördert werden kann, um gesamtwirtschaftliche Ziele zu erreichen.</p>
<p>Vornehmliches Ziel sollte es sein, das kreative und soziale Potential der Menschen zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und durch Innovationen international Wettbewerbsvorteile zu erlangen und auszubauen. Die Empfehlung, Gründungen entsprechend ihrem Wachstumspotential zu fördern, weist die Richtung, allerdings mit zwei Zusätzen: erstens, sollte für Gründungen mit sozialen Zielen der Beurteilungskatalog um entsprechende Kriterien ergänzt werden; zweitens, das vorhandene Wachstumspotential bei Gründungsvorhaben/Jungunternehmen sollte identifiziert und mit Unterstützung entwickelt werden.</p>
<p>Die Autoren empfehlen unternehmerische Motivation und Ehrgeiz zu fördern. Allein Steueranreize für das Erreichen von Wachstumszielen werden dafür nicht ausreichen. Es bedarf wohl eher einer Veränderung der Grundeinstellung gegenüber Gründungsvorhaben und unternehmerischem Risiko. Um diese Grundeinstellung zu ändern, muss man schon auf  Schüler und Hochschüler zugehen und ihnen, zum Beispiel in einer Projektwoche, das zum Gründen nötige Wissen lehren und durch praktisches Erfahren Berührungsängste nehmen.</p>
<p>Ein hohes Niveau sozialer Absicherung sollte Bürger nicht davon abhalten, ihre Ideen als potentielle Gründer zu verwirklichen. Auf vielerlei Weise können Bürger in die Gründerlandschaft stärker eingebunden werden. 1) Eine Garantie für soziale Absicherung in dem frühen Gründerstadium könnte risikoscheuen Bürgern den Schritt zum Unternehmertum erleichtern. 2) Ideenbörsen können Ideen und andere Gründungskompetenzen zusammen bringen und Kollaborationen fördern. 3) Förderkriterien für Gründungen sollten keine Sektoren hervorheben, während andere ausgegrenzt werden. Die Zukunft des Landes ist die gemeinsame Verantwortung aller Bürger. Das muss sich auch in den Fördermöglichkeiten spiegeln.</p>
<p>Viele kreative Köpfe arbeiten bereits an Lösungen für die oben erwähnten Gründungs- und Innovationsbarrieren. Einige davon werden in folgenden Beiträgen vorgestellt werden.</p>
<p>_________________</p>
<p>Der Artikel wurde veröffentlicht in Small Business Economics (2008) 31:323-339 „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“, von Jolanda Hessels, Marco van Gelderen and Roy Thurik.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden: „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“ (Unternehmerischer Ehrgeiz, Motivation und dafür förderliche Faktoren) aus dem Journal für Small Business Economics, 2008.  Die Autoren empfehlen der Politik Unternehmerehrgeiz stärker zu fördern und bei der Förderung von Gründungsvorhaben den Fokus auf Qualität statt auf Quantität zu legen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span id=&quot;more-41&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
Der Fachartikel untersucht verschiedene Motivationen für Gründungsvorhaben. Insbesondere wird analysiert, inwiefern ein Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Voraussetzungen und unternehmerischem Ehrgeiz besteht. Die Autoren definieren zwei Phasen unternehmerischer Tätigkeit: erstens, die Gründungsphase, in der Menschen durch Notwendigkeit, Unabhängigkeitsstreben oder Wohlstandsmehrung motiviert werden; zweitens, die Wachstumsphase, charakterisiert durch den Ehrgeiz bezüglich Innovation, Beschäftigungswachstum und Export.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Ergänzung zur bestehenden Literatur haben die Autoren auch den Einfluss sozialer Sicherheit für ihre Analyse berücksichtigt. Antwort auf ihre Fragen fanden die Autoren in den Datensätzen des Global Entrepreneurship Monitors 2005 und 2006. Das Ergebnis der Analyse ist, dass export- und wachstumsorientierte Unternehmer meist aus dem Motiv der Wohlstandsmehrung gründen und dass unternehmerischer Ehrgeiz mit der Höhe der sozialen Absicherung abnimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt; Die Bedeutung des Artikels für Gründergeist&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Politik fordert mehr Unternehmertum, um Strukturwandel zu beschleunigen und sterbende Beschäftigungsfelder durch neue zu ersetzen. Der Fachartikel leistet einen Beitrag zu der Diskussion, wie Unternehmertum am besten gefördert werden kann, um gesamtwirtschaftliche Ziele zu erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vornehmliches Ziel sollte es sein, das kreative und soziale Potential der Menschen zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und durch Innovationen international Wettbewerbsvorteile zu erlangen und auszubauen. Die Empfehlung, Gründungen entsprechend ihrem Wachstumspotential zu fördern, weist die Richtung, allerdings mit zwei Zusätzen: erstens, sollte für Gründungen mit sozialen Zielen der Beurteilungskatalog um entsprechende Kriterien ergänzt werden; zweitens, das vorhandene Wachstumspotential bei Gründungsvorhaben/Jungunternehmen sollte identifiziert und mit Unterstützung entwickelt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Autoren empfehlen unternehmerische Motivation und Ehrgeiz zu fördern. Allein Steueranreize für das Erreichen von Wachstumszielen werden dafür nicht ausreichen. Es bedarf wohl eher einer Veränderung der Grundeinstellung gegenüber Gründungsvorhaben und unternehmerischem Risiko. Um diese Grundeinstellung zu ändern, muss man schon auf  Schüler und Hochschüler zugehen und ihnen, zum Beispiel in einer Projektwoche, das zum Gründen nötige Wissen lehren und durch praktisches Erfahren Berührungsängste nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein hohes Niveau sozialer Absicherung sollte Bürger nicht davon abhalten, ihre Ideen als potentielle Gründer zu verwirklichen. Auf vielerlei Weise können Bürger in die Gründerlandschaft stärker eingebunden werden. 1) Eine Garantie für soziale Absicherung in dem frühen Gründerstadium könnte risikoscheuen Bürgern den Schritt zum Unternehmertum erleichtern. 2) Ideenbörsen können Ideen und andere [...]</itunes:summary>
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Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden: „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“ (Unternehmerischer Ehrgeiz, Motivation und dafür förderliche [...]</itunes:subtitle>
<itunes:author>Simon Schnetzer</itunes:author>
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<itunes:keywords>gruendergeist, unternehmerischer ehrgeiz, entrepreneurial ambition</itunes:keywords>
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		<title>Leistungsbilanz und Defizit einer jungen Generation</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2009/10/leistungsbilanz-und-defizit-einer-jungen-generation/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 15:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Emanzipiert und ziellos gehen viele Jugendliche und junge Erwachsene durchs Leben. Frei von familiären Zwängen und zu bequem um Risiken einzugehen. Wer wird unsere Institutionen fit machen für die Zukunft und neue Arbeitsplätze schaffen, wenn der jungen Generation in Deutschland Gründergeist fehlt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://farm4.static.flickr.com/3031/2978791850_6a47ca0f90.jpg"><img title="Hochschulalltag in Deutschland" src="http://farm4.static.flickr.com/3031/2978791850_6a47ca0f90.jpg" alt="" width="227" height="170" /></a></p>
<p><strong>Emanzipiert und ziellos gehen viele Jugendliche und junge Erwachsene durchs Leben. Sie sind frei von familiären Zwängen und zu bequem um Risiken einzugehen. Wer wird unsere Institutionen fit machen für die Zukunft und neue Arbeitsplätze schaffen, wenn der jungen Generation in Deutschland Gründergeist fehlt? </strong></p>
<p><strong><span id="more-37"></span><br />
</strong></p>
<p>Die meisten von uns gehen einer Arbeit nach in der Ziele wie von anonymer Hand bestimmt sind. Und die Zufriedenheit über das Erreichte in unserer Arbeit verliert sich häufig in der Abstraktion vom Kern des Wesens. Noch unzufriedener sind Arbeitswillige, die trotz Ausbildung keine Beschäftigung finden. Das Resultat ist eine Gesellschaft, in der Depressionen zur Mode verkommen. Wir sind emanzipiert und eigentlich frei von jeglichen familiären oder gesellschaftlichen Vorgaben für unsere Zukunft. Aber haben wir noch die Freiheit zu tun was uns glücklich macht? Oder besitzen wir zuviel Freiheit und verlieren uns in einem Überangebot an Möglichkeiten?</p>
<p>Vieles ist gut, was wir geschaffen haben. Verzeihung, ich sollte sagen, was unsere Väter und Vorväter seit der Nachkriegszeit geschaffen haben. Wir leben in Frieden mit unseren Nachbarländern, es herrscht Recht und Ordnung, und die Regierung wird demokratisch gewählt. Internationale Beziehungen interessieren viele, aber nationale Politik scheint aus der Mode gekommen zu sein.</p>
<p>Haben wir, die Generation 20-35 jähriger, in unserem Leben schon etwas vollbracht? Wird von uns erwartet, dass wir etwas Neues schaffen? Das Bildungssystem ist daran ausgerichtet etablierte Institutionen und Strukturen aufrecht zu erhalten. Ein kritischer Standpunkt, der die Grundfesten und Institutionen unserer Gesellschaft in Frage stellt, ist für uns nicht vorgesehen. Hochschulstudiengänge machen uns zu qualifizierten Arbeitnehmern. Ausnahmen dazu gibt es, doch die finden sich in der Regel nur in der Informatik oder den Ingenieurswissenschaften, die Hoffnungsträger für den schwächelnden Arbeitsmarkt. Was ist mit den vielen Studenten der Sozial- oder Naturwissenschaften?</p>
<p>Bis auf Lebenskosten und Semesterbeitrag wird das Studium komplett aus Steuergeldern finanziert. Erwartungen der Gesellschaft an den akademischen Nachwuchs wären also berechtigt. Doch wir werden nicht aus der Unmündigkeit entlassen. Wir werden ermutigt eine geregelte Anstellung und gesichertes Auskommen anzustreben. Wo bleibt der Raum und die Förderung für innovatives Denken und eigenverantwortliches Handeln?</p>
<p>Zu viel Fürsorge hält Kinder in Abhängigkeit. In Ländern wie Argentinien, in denen die Bevölkerung nicht an eine umsorgende Allmacht des Staats glaubt, wird, bei vergleichsweise schlechteren institutionellen Voraussetzungen, deutlich mehr Gründungsaktivität verzeichnet. Aber es sollte nicht erst die Not sein, die uns erfinderisch werden lässt. Es sind gut überlegte Unternehmensgründungen, und selten aus der Not geborene Existenzgründungen, die zu einer Überholung der wirtschaftlichen Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten beitragen.</p>
<p><strong>Was bringt die Zukunft?</strong><br />
Die Wirtschaftskrise hat einen Vorteil: Sie erlaubt es, dass Fragen gestellt werden. Fragen, die in Zeiten geringer Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung tabuisiert werden: Können wir nicht noch mehr, als zu versuchen einen Status Quo um jeden Preis zu erhalten? Woher kommen neue Arbeitsplätze wenn unsterblich geglaubte Industrieunternehmen plötzlich verschwinden? Wie werden sich die Strukturen in den nächsten zehn bis fünfzig Jahren verändern und mit welchen Auswirkungen auf die Bevölkerung? Wie können wir einen Gesinnungswandel herbeiführen und junge Menschen dafür interessieren und ermutigen die Umsetzung ihrer Ideen in Gründungen als erstrebenswertes Ziel zu verfolgen?</p>
<p>Gründungswillige werden in Deutschland großzügig unterstützt, durch Förderprogramme, Coaching, Trainingskurse und mit finanziellen Mitteln. Doch wer sind die Gründungswilligen, wenn Selbständigkeit, Mut zu Risiko und Unternehmertum in dem Zielstreben der jungen Generation zwischen Namen wie BMW, Außenministerium, Google oder KPMG keinen Platz haben?</p>
<p>Mehr Ideen, die um bestehende Fördermöglichkeiten konkurrieren, werden in mehr zukunftsfähigen Arbeitsplätzen resultieren. Gründer zu werden, soll keine Frage elitärer Herkunft sein. Schulen und Hochschulen sollten umfassend Gründergeist und Grundlagen des Unternehmertums als Pflichtbestandteil in die Lehrpläne integrieren. Das wäre ein Anfang.</p>
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&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Emanzipiert und ziellos gehen viele Jugendliche und junge Erwachsene durchs Leben. Sie sind frei von familiären Zwängen und zu bequem um Risiken einzugehen. Wer wird unsere Institutionen fit machen für die Zukunft und neue Arbeitsplätze schaffen, wenn der jungen Generation in Deutschland Gründergeist fehlt? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span id=&quot;more-37&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten von uns gehen einer Arbeit nach in der Ziele wie von anonymer Hand bestimmt sind. Und die Zufriedenheit über das Erreichte in unserer Arbeit verliert sich häufig in der Abstraktion vom Kern des Wesens. Noch unzufriedener sind Arbeitswillige, die trotz Ausbildung keine Beschäftigung finden. Das Resultat ist eine Gesellschaft, in der Depressionen zur Mode verkommen. Wir sind emanzipiert und eigentlich frei von jeglichen familiären oder gesellschaftlichen Vorgaben für unsere Zukunft. Aber haben wir noch die Freiheit zu tun was uns glücklich macht? Oder besitzen wir zuviel Freiheit und verlieren uns in einem Überangebot an Möglichkeiten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vieles ist gut, was wir geschaffen haben. Verzeihung, ich sollte sagen, was unsere Väter und Vorväter seit der Nachkriegszeit geschaffen haben. Wir leben in Frieden mit unseren Nachbarländern, es herrscht Recht und Ordnung, und die Regierung wird demokratisch gewählt. Internationale Beziehungen interessieren viele, aber nationale Politik scheint aus der Mode gekommen zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Haben wir, die Generation 20-35 jähriger, in unserem Leben schon etwas vollbracht? Wird von uns erwartet, dass wir etwas Neues schaffen? Das Bildungssystem ist daran ausgerichtet etablierte Institutionen und Strukturen aufrecht zu erhalten. Ein kritischer Standpunkt, der die Grundfesten und Institutionen unserer Gesellschaft in Frage stellt, ist für uns nicht vorgesehen. Hochschulstudiengänge machen uns zu qualifizierten Arbeitnehmern. Ausnahmen dazu gibt es, doch die finden sich in der Regel nur in der Informatik oder den Ingenieurswissenschaften, die Hoffnungsträger für den schwächelnden Arbeitsmarkt. Was ist mit den vielen Studenten der Sozial- oder Naturwissenschaften?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis auf Lebenskosten und Semesterbeitrag wird das Studium komplett aus Steuergeldern finanziert. Erwartungen der Gesellschaft an den akademischen Nachwuchs wären also berechtigt. Doch wir werden nicht aus der Unmündigkeit entlassen. Wir werden ermutigt eine geregelte Anstellung und gesichertes Auskommen anzustreben. Wo bleibt der Raum und die Förderung für innovatives Denken und eigenverantwortliches Handeln?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu viel Fürsorge hält Kinder in Abhängigkeit. In Ländern wie Argentinien, in denen die Bevölkerung nicht an eine umsorgende Allmacht des Staats glaubt, wird, bei vergleichsweise schlechteren institutionellen Voraussetzungen, deutlich mehr Gründungsaktivität verzeichnet. Aber es sollte nicht erst die Not sein, die uns erfinderisch werden lässt. Es sind gut überlegte Unternehmensgründungen, und selten aus der Not geborene Existenzgründungen, die zu einer Überholung der wirtschaftlichen Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten beitragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was bringt die Zukunft?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftskrise hat einen Vorteil: Sie erlaubt es, dass Fragen gestellt werden. Fragen, die in Zeiten geringer Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung tabuisiert werden: Können wir nicht noch mehr, als zu versuchen einen Status Quo um jeden Preis zu erhalten? Woher kommen neue Arbeitsplätze wenn unsterblich [...]</itunes:summary>
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<itunes:author>gruendergeist.eu</itunes:author>
<itunes:keywords>junge generation, gruendergeist, zukunft, gesellschaft</itunes:keywords>
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