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	<title>Forum für Gründergeist &#187; admin</title>
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    <title>Forum für Gründergeist</title>
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		<title>Gründergeist auf Tour durch Deutschland</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 16:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leitthema von „Junge Deutsche, die Zukunft der Republik – eine Fahrraddoku“ sind drei Fragen, nach der Glücklichkeit am Wohnort, der Zufriedenheit am Arbeitsplatz und dem Blick in die Zukunft. Aus Interviews in ganz Deutschland wächst ein Portrait der Generation 18-34-jähriger und ein Barometer für die Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_187" class="wp-caption alignnone" style="width: 778px"><a href="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2010/08/Projeksponsoring.jpg"><img class="size-full wp-image-187 " title="Unterstützen Sie uns" src="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2010/08/Projeksponsoring.jpg" alt="Sie sind Mäzen, eine Firma oder finden das Projekt einfach wichtig? Unterstützen Sie uns" width="768" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">Sie sind Mäzen, eine Firma oder finden das Projekt einfach wichtig? Unterstützen Sie uns</p></div>
<p>Auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit fährt Simon Schnetzer für neun Wochen mit dem Rad durch ganz Deutschland und sammelt die Geschichten junger Deutscher und in Deutschland lebender. „Junge Deutsche, die Zukunft der Republik – eine Fahrraddoku“ ist der Titel des Projekts. Das Leitthema sind drei zunächst unscheinbare Fragen, nach der Glücklichkeit am Wohnort, der Zufriedenheit am Arbeitsplatz und dem Blick in die Zukunft. Aus Interviews in 16 Städten und 16 Dörfern wächst so zunehmend ein aussagekräftiges Portrait der Generation 18-34-jähriger und das wiederum zu einem Barometer für die Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft.</p>
<p>Am 15. September geht’s in Kempten los. Für Neugierige gibt es schon die Projektskizze zu sehen. Und wenn Sie etwas übrig haben, Mäzen, Unternehmer oder eine Fördereinrichtung sind, werden Sie Projektsponsor, um den längst fälligen Dialog zwischen Generationen und mehr Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu fördern. Die <a href="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2010/08/Projektskizze.pdf" target="_blank">Projektskizze</a> und das <a href="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2010/08/Projektsponsoring.pdf" target="_blank">Sponsoring-Informationsblatt</a> können Sie entweder hier oder in der <a href="http://gruendergeist.eu/junge-deutsche/" target="_self">Rubrik „Junge Deutsche“</a> herunterladen.</p>
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		</item>
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		<title>Junge Unternehmer #1: die Idee</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2010/03/junge-unternehmer-1_die-idee/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 17:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Artikel über Gründungsideen und Motivation. "Ja, wenn ich eine Idee hätte, dann würde ich ...". Mit oder ohne eigene Idee gibt es Wege ... Mehr auf www.gruendergeist.eu]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../wp-content/uploads/2010/03/Bild-Junge-Unternehmer_1_die-idee.jpg"><img title="Bild - Junge Unternehmer_1_die idee" src="../wp-content/uploads/2010/03/Bild-Junge-Unternehmer_1_die-idee.jpg" alt="" width="739" height="199" /></a></p>
<p><strong>Erst kürzlich, im Gespräch mit einer angehenden BWL-Studentin, war ich überrascht wie sonnenklar ihr war, dass sie später selbständig und Unternehmerin sein will. Im Verborgenen war lediglich noch mit welcher Idee: „Ja, wenn ich eine Idee hätte, dann würde ich &#8230;“</strong></p>
<p><strong><span id="more-164"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>Auf der Suche nach Ideen<br />
</strong></p>
<p>Ein Patentrezept für eine Unternehmensidee gibt es nicht, wohl aber ein paar Klassiker: es passiert im Alltag, man sieht Bedarf und entwickelt eine Lösung; oder auf Reisen, wenn man ein neues Produkt oder Dienstleistung mit Potential in der Heimat entdeckt; im Gespräch, an der Uni, etc. Ob diese Idee dann zu einem erfolgreichen Unternehmen wird, hängt von vielen Faktoren, wie der Gründerpersönlichkeit, Markt, Finanzierung und Konzept ab &#8211; doch davon in späteren Artikeln mehr. Da viele Ideen spontan kommen, sollte man auf jeden Fall ein Ideenbuch führen und von Zeit zu Zeit hineinsehen.</p>
<p>Wer weniger inspiriert ist Neuland zu betreten, aber Unternehmer werden will, kann dies auch als Franchiser oder Unternehmensnachfolger tun. Informationen über das Franchise System gibt es bei dem <a href="http://www.dfnv.de/" target="_blank">Deutschen Franchise-Verband e.V.</a> und eine Unternehmensbörse wird für Unternehmensnachfolge wird auf <a href="http://www.nexxt-change.org/" target="_blank">www.nexxt-change.org</a> angeboten. Die Anfangsinvestitionen sind in beiden Fällen beachtlich und Chef sein ist eine Herausforderung.</p>
<p><strong>Literaturtipp</strong>: Auf der Existenzgründer-Seite des BMWi gibt es <a href="http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/vorbereitung/businessplan/01/index.php" target="_blank">auf dem Existenzgründerportal</a> ausführliche Informationen rund um Gründungsideen.</p>
<p><strong>MEIN STARTUP &#8211; EIN EIGENVERSUCH:<br />
</strong></p>
<p><strong>Unsere Idee in Kürze</strong>: es geht darum Gesellschaftsforschung im digitalen Raum kostengünstig zu betreiben und durch multimediale Darstellung mehrdimensional und spannend aufzubereiten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<ul>
<li><strong>Januar 2010</strong>: Die Ausgangsvoraussetzungen waren erfüllt: eine Idee, eine Vision, ein Team und das Gefühl bereit zu sein Unternehmer zu werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Februar 2010</strong>: Ein Beratungsbüro riet uns mindestens einen Informatiker oder Mathematiker ins Team aufzunehmen, um wilde Algorithmen als Innovation darzustellen und Ziele aufzublasen, nur so lassen sich die Förderkriterien gewiss erfüllen. „Zum Schluss schaut bei öffentlichen Programmen eh keiner ob man umsetzt was in der Planung steht.“ &gt;&gt; Aber nein, das hätte mit unserer Vision nichts mehr zu tun.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>März 2010</strong>: Drei Monate später, nach vielen Gesprächen mit Beratern, Freunden, jungen Gründern und möglichen Förderern siegt der Zweifel. Die Frage „und wie wollt ihr damit Geld machen?“ konnte nicht überzeugend dargestellt werden.</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong> Die Erfahrungen waren sehr lehrreich und wichtig. Was wir tun, bleibt zunächst ein Projekt &#8211; für eine gesellschaftliche Studie und einen Dokumentarfilm um genau zu sein. Es macht Spaß das Projekt weniger verbissen sich entwickeln zu sehen, wenn auch mit einem für unternehmerische Möglichkeiten geschärften Blick.</p>
<p><strong>ERZÄHL DEINE GESCHICHTE, ALS KOMMENTAR ODER ARTIKEL. </strong></p>
<p><strong>&gt;&gt; </strong><strong>ICH FREUE MICH ÜBER BEITRÄGE UND KOLUMNISTEN, UND BITTE DEN TEIL</strong><strong> ÜBER &#8220;COMMUNITY&#8221; LESEN<br />
</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Start your own company</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2010/02/start-your-own-company/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 18:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Start your own company. Ein Neuanfang für das Gründergeistforum - künftig gibt es im Gründergeistforum Erfahrungsberichte junger Gründer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_148" class="wp-caption alignnone" style="width: 641px"><img class="size-full wp-image-148" title="Start your own company" src="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2010/02/Start-your-own-company1.png" alt="Viele Unternehmer fangen klein an ..." width="631" height="165" /><p class="wp-caption-text">Viele Unternehmer fangen klein an, wie hier in Bogota, Kolumbien ... </p></div>
<p><strong>Als ich diesen Blog letzten Sommer begann, wollte ich selbst mehr über Unternehmertum lernen. Und typisch für Akademiker, gerne erst mal theoretisch. Es zeigte sich schnell, dass es nur zwei Möglichkeiten gab diesen Blog weiter zu führen: entweder ich werde selbst zum Unternehmer und erzähle aus erster Hand,  oder ich lasse es sein &#8230;</strong></p>
<p><strong><span id="more-144"></span></strong></p>
<p>In der Funkstille der letzten Monate reifte eine Idee heran. Gemeinsam mit zwei Freunden bin ich nun daran diese Projektidee zu entwickeln und auf unternehmerische Füße zu stellen. Doch davon bald mehr. Im Netz gibt es ein Meer gründungsrelevanter Informationen und was fehlt sind Erfahrungsberichte, die auch von Misserfolgen erzählen und wie Hürden genommen wurden. Genau solche Erfahrungen sollen künftig im Gründergeistforum dargestellt werden.</p>
<p>Ein Neuanfang. Und zum Mitmachen. Mehr dazu im überarbeiteten <a title="hier klicken" href="http://gruendergeist.eu/about/" target="_self"><strong>über</strong> &#8230;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gründerlandschaft Schweiz – ein Interview</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2009/12/grunderlandschaft-schweiz-%e2%80%93-ein-interview/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 05:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Interview mit einer Schweizerin, das interessante Einsichten über die Schweiz als Gründerlandschaft bietet – in vielerlei Hinsicht mit Vorbildcharakter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_136" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><img class="size-medium wp-image-136" title="Gründerlandschaft Schweiz - ein Interview_Image" src="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2009/12/Gründerlandschaft-Schweiz-ein-Interview_Image-300x80.png" alt="Gründerlandschaft Schweiz" width="300" height="80" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Gründerlandschaft Schweiz</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><strong>Die Schweiz gehört zur Weltspitze bezüglich Innovationsfähigkeit und vorherrschendem Unternehmergeist. Auf meiner Reise traf ich kürzlich eine Schweizerin und befragte sie über ihr Land. Es hat mich überrascht, wie viel eine Ärztin über die Schweiz als Gründerlandschaft zu sagen hat. </strong></strong></p>
<p><strong><strong><br />
</strong></strong></p>
<p><strong><strong><span id="more-134"></span><br />
</strong></strong></p>
<p><strong>&gt;&gt;Simon (GER)&gt;&gt;</strong> Kennst du viele Unternehmensgründer?<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>&lt;&lt;Mona (CH)&lt;&lt; </strong>Absolut. Viele meiner Freunde aus der Studienzeit haben sich bereits als Unternehmer versucht. Und wer es nicht schon als Student oder nach dem Abschluss getan hat, beschäftigt sich jetzt mit dem Gedanken etwas zu gründen.<br />
.</p>
<p>&gt;&gt; Aus meiner Erfahrung sieht das bei uns etwas anders aus – fast alle sind angestellt oder arbeitslos. Jungunternehmer gibt es wenige, was machen wir falsch?</p>
<p>&lt;&lt; Wir haben gerade an den Unis echt gute Gründerförderung und viele Professoren betreuen Studentengruppen bei dem Schritt in die Selbständigkeit. Ich denke, dass den Universitäten als Wissensträger, Motivator und Netzwerker eine wichtige Rolle zukommt. Einige Fakultäten müssen sich über Einnahmen finanzieren, was einen zusätzlichen Anreiz dafür gibt als Universität auch unternehmerisch zu betätigen.<br />
&lt;&lt; Was den Staat angeht, der finanziert gute Gründerzentren, hält sich aber bei der Finanzierung von Unternehmensgründungen zurück. Das ist kein Problem, denn es gibt ausreichend private Geldgeber und Risikokapitalgeber die aussichtsreiche Projekte unterstützen.<br />
.</p>
<p>&gt;&gt; Risikoaversion und Sicherheitsdenken sind sehr verbreitet in Deutschland. Wie steht es damit in der Schweiz?</p>
<p>&lt;&lt; Zunächst einmal ist in der Schweiz das Studium im Allgemeinen sehr praktisch ausgerichtet. Im Medizinstudium, und es ist in anderen Studien ähnlich, wird es gefördert eine Meinung zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen. Deutsche Jungärzte sind zwar theoretisch sehr fit, scheuen aber häufig davor zurück Entscheidungen zu treffen. Außerdem ist bei uns das mit dem Hierarchiedenken nicht so stark ausgeprägt wie bei euch. Man widerspricht dem Chef auch mal, wenn man nicht derselben Meinung ist &#8211; das kenne ich von Deutschen kaum.<br />
.<br />
&gt;&gt; Wie ist das mit Gründern, die ein Projekt in den Sand setzen?<br />
&lt;&lt; Da haben wir eigentlich kein Problem damit. Erstens kann man aufgrund der guten Situation am Arbeitsmarkt eigentlich immer zurück in die nichtselbständige Arbeit, und zweitens wird einem die Erfahrung aus einem Gründungsversuch positiv angerechnet. Gesellschaftlich wird unternehmerisches Risiko geachtet und die Chancen auf Förderung steigen mit einem Fehlversuch eher, als dass sie sinken.<br />
.<br />
&gt;&gt; Es kommt mir vor, als könnten wir noch das eine oder andere von unseren Nachbarn lernen. Der Koalitionsvertrag der neuen Regierung zumindest, weist in Punkto Rahmenbedingungen in die richtige Richtung. Gute Reise weiterhin und vielen Dank für das Gespräch.</p>
<p><em>Das Gespräch führte Simon Schnetzer</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft nicht aufs Spiel setzen – das Jahresgutachten 2009/10 des Sachverständigenrats</title>
		<link>http://gruendergeist.eu/2009/11/%e2%80%9edie-zukunft-nicht-aufs-spiel-setzen%e2%80%9c-%e2%80%93-das-jahresgutachten-200910-des-sachverstandigenrats/</link>
		<comments>http://gruendergeist.eu/2009/11/%e2%80%9edie-zukunft-nicht-aufs-spiel-setzen%e2%80%9c-%e2%80%93-das-jahresgutachten-200910-des-sachverstandigenrats/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 03:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Am 13. November 2009 bekam die neue Bundesregierung in unmissverständlicher Klarheit vorgelegt, was die wirtschaftspolitischen Herausforderungen sind: eine Exit-Strategie für die Krisenfolgen zu erarbeiten und umzusetzen und gleichzeitig Zukunftsinvestitionen für mehr Wachstum zu tätigen. Insbesondere für Bildung und Deutschland als Innovationsstandort sehen die Wirtschaftsweisen Nachholbedarf.
 

Auf den ersten Seiten des Jahresgutachtens 2009/10 des Sachverständigenrats zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_127" class="wp-caption alignleft" style="width: 213px"><img class="size-full wp-image-127" title="Sachverständigenrat" src="http://gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2009/11/Bild-11.png" alt="Das neue Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschftlichen Entwicklung" width="203" height="87" /><p class="wp-caption-text">Das neue Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschftlichen Entwicklung</p></div>
<p><strong><br />
Am 13. November 2009 bekam die neue Bundesregierung in unmissverständlicher Klarheit vorgelegt, was die wirtschaftspolitischen Herausforderungen sind: eine Exit-Strategie für die Krisenfolgen zu erarbeiten und umzusetzen und gleichzeitig Zukunftsinvestitionen für mehr Wachstum zu tätigen. Insbesondere für Bildung und Deutschland als Innovationsstandort sehen die Wirtschaftsweisen Nachholbedarf.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><span id="more-128"></span></p>
<p>Auf den ersten Seiten des Jahresgutachtens 2009/10 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung findet sich eine Zusammenfassung des voluminösen Inhalts. Die Vorschläge sind wohl durchdacht und präzise formuliert, sodass sie weder weiterer Erläuterung bedürfen noch Kürzungen zulassen würden. Der Inhalt ist so wichtig für die Rahmenbedingungen für Gründergeist in Deutschland, dass der Text an dieser Stelle in Auszügen wiedergegeben ist.</p>
<p>Einer grundsätzlichen Analyse der Themen „<strong>Bildungssystem</strong>“, „<strong>Innovations- und Industriepolitik</strong>“ und „<strong>Verbesserung der Standortattraktivität</strong>“ folgen Kommentare zu den Vorschlägen der neuen Regierung im Koalitionsvertrag.</p>
<p>Auf der Internetpräsenz des Sachverständigenrats: <a title="Link zu: www.sachverstaendigenrat.org" href="http://sachverstaendigenrat.org" target="_blank">www.sachverstaendigenrat.org</a> steht <a title="Link zum Download: Gesamtes Jahresgutachten 2009/10" href="http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/download/gutachten/ga09_ges.pdf" target="_blank">der gesamte Bericht zum Herunterladen</a> bereit.</p>
<p>____________________________________________________________________________</p>
<p><strong>Bildung und Innovationen als Zukunftsinvestitionen</strong><br />
(III &#8211; 33. ) Die Rückführung der krisenbedingten Maßnahmen und der Entzug öffentlicher Garantien für das Finanzsystem sind notwendige Bedingungen für eine nachhaltige Erholung von der Krise. Sie werden jedoch nicht ausreichen. Vielmehr ist es notwendig, <strong>Zukunftsinvestitionen</strong> zu fördern und zu tätigen, die einem Abrutschen der deutschen Volkswirtschaft auf einen niedrigeren Wachstumspfad entgegenwirken und die Chancen auf einen höheren Wachstumspfad steigen. Eine Politik, die sich aktiv dem Ziel einer erhöhten Investitionstätigkeit verschreibt, könnte auch den Beitrag Deutschlands zum Abbau der weltweiten Ungleichgewichte in Form hoher Leistungsbilanzüberschüsse und -defizite kennzeichnen.</p>
<p>Hierzu ist der <strong>Bildungspolitik</strong> höchste Priorität einzuräumen. Die Finanzierung von bildungspolitischen Reformschritten erfordert Mut bei der Neuausrichtung von Prioritäten in den öffentlichen Haushalten, also eine umso entschlossenere Konsolidierung in anderen Bereichen. So sehr sich der Staat bei der Reform des öffentlichen Bildungssystems engagieren muss, umso behutsamer muss er vorgehen, wenn es um industriepolitische Maßnahmen geht. Allemal gilt der Vorrang für eine Politik, welche zukunftsgerichtete Rahmenbedingungen für die Förderung von <strong>Forschung und Wissenstransfer</strong> schafft, von strukturkonservierenden Maßnahmen und der Schaffung „nationaler Champions“ seitens des Staates jedoch absieht. <strong> </strong></p>
<p>.</p>
<p><strong>1. Reform des Bildungssystems: Eine Bildungsoffensive</strong></p>
<p>(34.) Ein erfolgversprechendes, obschon eher mittel- und langfristig wirksames Mittel, um einen höheren Wachstumspfad zu erreichen, stellt die Bildungspolitik dar. Hierbei gilt es, <strong>zwei Defizite</strong> zu beseitigen. Zum einen schneidet das <strong>Bildungsniveau</strong> Deutschlands im internationalen Vergleich nur mittelmäßig ab. Zum anderen besteht keine <strong>Chancengleichheit</strong> im deutschen Bildungssystem, denn Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern sind bei der Erlangung höherer Bildungsabschlüsse benachteiligt.</p>
<p>Der Sachverständigenrat schlägt daher eine <strong>Bildungsoffensive</strong> vor, die geeignet ist, die bereits getroffene Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefs der Länder vom Oktober 2008 mit Inhalten zu füllen. Danach sollen die gesamtstaatlichen Ausgaben für Bildung und Forschung bis zum Jahr 2015 auf 10% des Bruttoinlandsprodukts gesteigert werden. Damit ist die Politik eine bildungspolitische Verpflichtung eingegangen. Sie hat für den Bundeshaushalt anerkennenswerte <strong>Prioritäten</strong> gesetzt. Die bildungspolitischen Ambitionen widersprechen mithin nicht der Konsolidierungsaufgabe, machen sie indes schwieriger. Es geht jetzt darum aufzuzeigen, welche <strong>Ansatzpunkte</strong> sich im Bildungssystem für allfällige <strong>Reformen</strong> anbieten, um die genannte Verpflichtung, soweit Bildungsausgaben in Rede stehen, zielführend umzusetzen.</p>
<p>(35.) Eine bildungspolitische Offensive sollte sich an zwei Leitlinien orientieren. Erstens ist es nicht damit getan, die verschiedenen Stufen des Bildungswesens reformerisch gleichsam abzuarbeiten. Vielmehr muss im Mittelpunkt eine optimale Allokation der finanziellen Ressourcen über den gesamten Bildungszyklus hinweg erfolgen. Hierbei zeigen neuere Untersuchungen zur Bildungsökonomie, dass sich die höchsten Erträge für den späteren Erwerbsverlauf dann ergeben, wenn die entsprechenden Bildungsinnovationen möglichst früh getätigt werden, angefangen bei der frühkindlichen Erziehung.</p>
<p>Die zweite Leitlinie bezieht sich auf die Effizienz institutioneller Rahmenbedingungen für den Bildungserfolg. Wie internationale Vergleiche belegen, lassen sich mit ein und derselben Höhe eines staatlichen Bildungsbedarfs qualitativ sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Damit rückt die institutionelle Umsetzung des Bildungsprozesses in den Vordergrund, also beispielsweise die Autonomie der einzelnen Schulen und deren Wettbewerb untereinander oder flexiblere und treffsichere Übergänge von der Grundschule in das Gymnasium. Bereits durch vergleichsweise weniger kostenträchtige Reformen des institutionellen Regelwerks des Bildungssystems lassen sich Bildungserfolge erzielen.</p>
<p>(36.) Die beiden Schwächen des hiesigen Bildungssystems − ein unterdurchschnittliches Bildungsniveau und Chancenungleichheit − können zunächst durch eine verbesserte frühkindliche Erziehung sowie ein verpflichtendes Vorschuljahr, das insbesondere Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern zugute kommt, verringert werden. Des Weiteren sollten Ganztagsschulen flächendeckend eingeführt und der Übergang von der Grundschule in den Sekundarbereich I flexibler gestaltet werden.<br />
Ein höheres Bildungsniveau lässt sich zudem mit verstärkten Anstrengungen der Schulen erreichen. Ein <strong>Wettbewerb zwischen den Schulen</strong> um Schüler − und damit um öffentliche finanzielle Zuweisungen −, zusammen mit einer <strong>höheren Autonomie der Schulen</strong>, beispielsweise im Hinblick auf das Erreichen der Klassenziele und die Einstellung von Lehrern, kann entsprechende Anreize zu Leistungssteigerungen der Schulen bieten. Bei der beruflichen Bildung im Rahmen der <strong>dualen Berufsausbildung</strong> sollten die zahlreichen speziellen Ausbildungsgruppen zugunsten von breiter gefassten Berufsgruppen zusammengefasst werden, um den künftigen Anpassungsbedarf angesichts des Strukturwandels bewerkstelligen zu können. Soweit erforderlich, ist eine temporäre Erhöhung der vollzeitschulischen Ausbildungsangebote des Staates ins Blickfeld zu nehmen. Die notwendige Weiterbildung durch Arbeitnehmer und Unternehmen könnte durch eine Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen stimuliert werden. Schweden hat damit gute Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Schließlich spricht vieles für eine einheitliche Erhebung von Studienbeiträgen an hiesigen Hochschulen und eine größere Durchlässigkeit der dualen Berufsausbildung hin zu einem Hochschulstudium. Das Bildungssystem fällt gemäß Artikel 70 ff. Grundgesetz in den Kompetenzbereich der Länder. Der Gesetzgeber muss erwägen, inwieweit die konkrete Ausgestaltung der föderalen Struktur des Bildungssystems den bildungspolitischen Erfordernissen entspricht. <strong> </strong></p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>2. Innovations- und Industriepolitik</strong></p>
<p>(38.) Aus industrieökonomischer Perspektive werden Rezessionen als Phasen der Restrukturierung aufgefasst, in denen Überkapazitäten abgebaut und überkommene Geschäftsmodelle in Frage gestellt werden, sodass die Basis für den nachfolgenden Aufschwung entsteht. Der Staat ist dabei vor allem als starker Unparteiischer gefordert, der marktwirtschaftliche Prinzipien wahrt und einen praktikablen rechtlichen Rahmen für die Restrukturierung der Wirtschaft bereitstellt. Die Große Koalition hatte sich jedoch in der aktuellen Wirtschaftskrise entschieden, auch außerhalb der Finanzmärkte in erheblichem Maße direkt in das Wirtschaftsgeschehen einzugreifen. So wurden insbesondere die Rahmenbedingungen bei der Unternehmensfinanzierung durch die Einrichtung des „Wirtschaftsfonds Deutschland“ (Deutschlandfonds) temporär verändert. Die Politik stützte aber auch ganze Branchen und einzelne Unternehmen direkt, einerseits durch eine bevorzugte Behandlung beim Zuschnitt der Finanzpolitik und andererseits durch die Gewährung von direkten Finanzhilfen und Garantien. Damit hat der Staat seine Rolle als Unparteiischer teilweise aufgegeben. Aus Sicht des Sachverständigenrates ist die Einrichtung des <strong>Deutschlandfonds</strong> jedoch durch die Schwierigkeiten zu rechtfertigen, den Kreditfluss an Unternehmen allein durch die Stützung des Finanzmarkts wiederherzustellen. Die Politik wäre allerdings besser beraten gewesen, die Stärkung der Eigenkapitalausstattung der Banken entschiedener voranzutreiben. Auch hat sie den Fonds nicht als universellen Rahmen für alle Stützungsmassnahmen genutzt. Gerade die von der Krise stark betroffene <strong>Automobilbranche</strong> erfuhr eine besondere Unterstützung. Im Fall Opel gab der Staat seine <strong>Rolle als Unparteiischer</strong> sogar vollends auf, indem er versuchte, ein einzelnes Unternehmen gezielt zu retten. Die mit derart gezielten Rettungsversuchen einhergehenden Wettbewerbsverzerrungen und Belastungen für die Steuerzahler sind nicht zu rechtfertigen.</p>
<p>(39.) Mit Blick auf die Zukunft stellt sich die Frage nach der Ausrichtung der <strong>Industriepolitik</strong>. Die aktive Rolle des Krisenmanagers, die der Staat in der aktuellen Krise teilweise spielen musste, taugt dabei keinesfalls als Vorbild. Eine Industriepolitik, die den falschen Ehrgeiz besäße, die Volkswirtschaft durch die Übernahme unternehmerischer Entscheidungen und Risiken auf einen höheren Wachstumspfad zu steuern, würde im Resultat eher das Wachstum hemmen. Vielmehr gilt es, zu einer „flankierenden“ Wirtschaftspolitik zurückzukehren, die sich darauf konzentriert, einen geeigneten Rahmen für eine gesamtwirtschaftliche Erholung und langfristiges Wachstum zu schaffen, aber das unternehmerische Handeln und dessen individuelle Ergebnisse − Erfolg und Misserfolg − den Privaten überlässt. Diese Einsicht spricht für die „horizontale“ Ausrichtung der Industriepolitik, deren Kernaufgaben damit in der Bereitstellung einer guten <strong>Infrastruktur</strong> und der Gewährleistung eines funktionierenden <strong>Wettbewerbs</strong> auf nationaler und internationaler Ebene liegen.</p>
<p>Verzichten sollte die Industriepolitik vor allem darauf, Unternehmen als strategisch bedeutsam zu identifizieren und direkt zu unterstützen. So weisen staatliche Akteure im <strong>Erkennen von Marktchancen</strong> gegenüber den Privaten keine Vorteile auf, die eine solche Entscheidung rechtfertigen könnten. Zudem ist diese Art der Industriepolitik für den Rest der Volkswirtschaft grundsätzlich mit erheblichen Kosten verbunden, sodass Zweifel an einer solchen „vertikalen“ Industriepolitik selbst dann angebracht wären, wenn der Staat in der Tat überlegene Einsichten besäße. Die negativen Konsequenzen einer Abkehr vom Prinzip einer rein flankierenden Industriepolitik zeigen exemplarisch die strukturkonservierende Dauersubventionierung des deutschen Steinkohlebergbaus und die Förderung erneuerbarer Energien durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Es wäre industriepolitisch vernünftig, einem dauerhaften Sockelbergbau bei der bald anstehenden Überprüfung des Steinkohle Ausstiegsbeschlusses eine klare Absage zu erteilen, denn ein fortgesetzter subventionierter Abbau der Steinkohle wäre kein sinnvolles Instrument zu Sicherstellung der Energieversorgung. Ebenso sollte mit einem besonderen Augenmerk auf die Photovoltaik die erzwungene Diffusion erneuerbarer Energien durch überhöhte Einspeisevergütungen im Rahmen des EEG korrigiert werden. Bereits heute zeichnet sich ab, dass diese Förderung die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie auf lange Sicht eher hemmt als beflügelt, wenngleich sie auf Kosten der Stromverbraucher die Profitabilität dieser Branche sicherstellt.</p>
<p>(40.) Anstatt durch die gezielte Förderung einzelner Branchen oder Technologien den Wettbewerb zu verzerren, steht der Staat vor der Aufgabe, die Volkswirtschaft durch eine geeignete <strong>Innovationspolitik</strong> auf einen höheren Wachstumspfad zu führen. Dieser Aspekt gewinnt gerade in Zeiten an Bedeutung, in denen die Märkte durch eine immer stärkere Verwissenschaftlichung der Produktion, Verkürzung der Innovationszyklen und zunehmende weltwirtschaftliche Integration geprägt sind. Die Politik kann den technischen Fortschritt aber weder planen noch dirigieren. Vielmehr muss sie sich am Wettbewerb als Entdeckungsverfahren orientieren. Allerdings kann sie den technologischen Wandel durchaus wirksam unterstützen und ihm aktiv Impulse verleihen. Dies erfordert mehr als die − zweifellos unabdingbare − Überwachung einer wettbewerblichen Wirtschaftsordnung: Eine anspruchsvolle Innovationspolitik muss vor allem darauf setzen, die <strong>Infrastruktur</strong> für Innovationen anhand der umfassenden Förderung des Dreiklangs „Bildung − Forschung − Wissenstransfer“ zu stärken, durch geeignete <strong>Anreize</strong> die kreativen Kräfte des Wettbewerbs so gut wie möglich zu entfesseln und jede gezielte Förderung selbst als transparenten und zeitlich begrenzten <strong>Entdeckungsprozess</strong> auszugestalten. Es wird sich bei einer gezielten Förderung häufig schwer vermeiden lassen, dass dabei ein Element der vertikalen Industriepolitik mitschwingt − gewinnt dieses wie im Beispiel der Photovoltaik gegenüber den innovationspolitischen Intentionen  die Oberhand, da sich der Staat nicht rechtzeitig aus der Förderung zurückzieht, dann mindert die  Förderung Wachstum und Wohlstand.</p>
<p>Aus der Sicht des Sachverständigenrates hat die Politik innovationspolitisch in den vergangenen Jahren im Prinzip den richtigen Weg beschritten. So wurden einerseits die Ausgaben für Forschung und Entwicklung aufgestockt. Andererseits wurde mit der Hightech-Strategie ein neues Element der Forschungsförderung eingeführt, das grundsätzlich geeignet ist, die Defizite Deutschlands im Bereich der Spitzentechnologien zu reduzieren. Jetzt gilt es, trotz der Zwänge der Haushaltskonsolidierung die finanzielle Ausstattung der Forschungs- und Innovationsförderung weiter auszubauen. Darüber hinaus sollte konsequent der Anspruch verwirklicht werden, die konkreten Ansätze der Förderung unter dem Eindruck der Erfahrungen weiter zu verbessern, gegebenenfalls einzelne Förderansätze auch wieder aufzugeben und die vielfältigen Anstrengungen noch besser miteinander zu koordinieren. Das Beispiel der Photovoltaik-Förderung durch das EEG zeigt einerseits, dass die direkte technologiepolitische Förderung das Setzen angemessener Preissignale − etwa durch eine allgemeine Kohlendioxid- Steuer − nicht ersetzen kann. Andererseits demonstriert es die Konsequenzen der direkten Technologieförderung, wenn sich der Staat nicht rechtzeitig genug aus der Förderung zurückzieht.</p>
<p>Grundsätzlich ist es aus innovationspolitischer Sicht keine Verfehlung, einen Anstoß für eine technologische Entwicklung zu geben, der Kosten aufwirft, aber nicht zum Ziel führt. Ein <strong>Versäumnis</strong> ist es allerdings, Erfolge wie Misserfolge als Signale zum Rückzug zu verpassen.</p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>3. Verbesserung der Standortattraktivität</strong></p>
<p>(42.) Die Investitionstätigkeit bildet einen der wichtigsten Motoren für ein höheres Wirtschaftswachstum. Neben den Humankapitalinvestitionen gehören dazu Sachkapitalinvestitionen. Hier hat Deutschland einen erheblichen Nachholbedarf, denn seine <strong>Investitionsquote</strong> hinkt seit geraumer Zeit anderen Ländern beträchtlich hinterher. Es geht mithin darum, die Investitionstätigkeit im Inland zu stimulieren, kurzum, die <strong>Standortattraktivität</strong> Deutschlands zu verbessern. Die Wirtschaftspolitik muss in diesem Zusammenhang ihr Augenmerk vor allem auf die <strong>Unternehmensbesteuerung</strong> und das <strong>institutionelle Regelwerk</strong> auf dem <strong>Arbeitsmarkt</strong> richten, die <strong>Tariflohnpolitik</strong> auf den Verteilungsspielraum.</p>
<p>(43.) Zu den Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gehört die Notwendigkeit, die Eigenkapitalbasis von Banken und Unternehmen zu stärken. Die im Jahr 2009 im Zuge der Unternehmensteuerreform in Kraft getretene <strong>Abgeltungssteuer</strong> bewirkt auf Grund ihrer mangelhaften Verzahnung mit der Unternehmensbesteuerung eine steuerliche Diskriminierung der Investitionsfinanzierung mit Eigenkapital, insbesondere Beteiligungskapital, gegenüber einer Fremdfinanzierung. Darauf hat der Sachverständigenrat bereits mehrfach hingewiesen (JG 2008 Ziffern 378 ff.). Da eine Behebung dieser Defizite bei Anpassung der Unternehmensbesteuerung an die Abgeltungssteuer mit nicht unbeträchtlichen Mindereinnahmen einherginge, muss die Bundesregierung die Beseitigung dieser steuerlichen Verwerfung zwar im Blickfeld behalten, zunächst aber auf der Agenda hinten anstellen. Demgegenüber können mit vergleichweise kleinen Korrekturen etwa bei der Zinsschranke oder den Regelungen zum Mantelkauf investitionshemmende Wirkungen der Unternehmensteuerreform behoben werden.</p>
<p>Im Bereich der <strong>Einkommensteuer</strong> sieht der Sachverständigenrat zwar langfristigen Handlungsbedarf, aber in den kommenden Jahren keine zwingende Notwendigkeit für tarifbedingte Einkommensteuerentlastungen. Durch die Konjunkturprogramme und das Bürgerentlastungsgesetz werden die Steuerzahler bereits massiv und dauerhaft entlastet. Auf dem Arbeitsmarkt kann der Gesetzgeber durch eine Flexibilisierung des institutionellen Regelwerks eine <strong>beschäftigungsfreundliche Lohnpolitik</strong> fördern und damit die Standortattraktivität verbessern. Hierzu gehören insbesondere Änderungen im Tarifrecht und beim Kündigungsschutz.</p>
<p>Mindestlöhne, insbesondere solche branchenspezifischer Art, sind kontraproduktiv und daher abzulehnen. Die Tarifvertragsparteien müssen im Rahmen der Tariflohnpolitik weiterhin zur Schaffung neuer wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze und zur Arbeitsplatzsicherheit beitragen. Sie sind in den letzten Jahren hinsichtlich der Flexibilisierung des Flächentarifvertrags ein gutes Stück vorangekommen und bestätigen damit die Auffassung des Sachverständigenrates, dass die jeweiligen Tariflohnabschlüsse die Branchenspezifika voll berücksichtigen und die Tarifverträge durch wirksame Öffnungsklauseln einer davon abweichenden Situation einzelner Unternehmen Rechnung tragen müssen. Mit dem zu erwartenden leichten Konjunkturaufschwung sollten sich die Tarifvertragsparteien wieder mehr am branchenmäßigen Verteilungsspielraum orientieren und diesen nicht ausschöpfen, um damit die Attraktivität des hiesigen Wirtschaftsstandortes für Investitionen im Inland zu erhöhen. Auf alle diese Aspekte hat der Sachverständigenrat seit geraumer Zeit mehrheitlich aufmerksam gemacht (zuletzt JG 2008 Ziffern 557 ff.).</p>
<p>.</p>
<p><strong>&#8212;-K-O-M-M-E-N-T-A-R-E&#8212;-Z-U-M&#8212;&#8211;K-O-A-L-I-T-I-O-N-S-V-E-R-T-R-A-G&#8212;&#8212;-</strong></p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>Beurteilung des Koalitionsvertrags zu dem Thema Bildung</strong><br />
(37.) Das Thema Bildung nimmt im Koalitionsvertrag zu Recht einen hohen Stellenwert ein. Dies ist umso anerkennenswerter als sich die Kompetenzen des Bundes im Bildungsbereich in Grenzen halten. Folglich beinhaltet der Koalitionsvertrag eine Reihe von bildungspolitischen Aufforderungen an die Länder, wenn es beispielsweise um eine Verbesserung der Betreuungsrelationen in Schulen und Kindertagesstätten oder um einheitliche Bildungs- und Leistungsstandards im Bundesgebiet geht. Diesbezügliche Ausführungen bleiben indes vage, von einem bildungspolitischen Gesamtkonzept über den Bildungslebenszyklus ist wenig zu erkennen. Gleichwohl enthält der Koalitionsvertrag eine Reihe von Einzelmaßnahmen, die zum  Teil als zielführend bezeichnet werden können. Angefangen bei der (früh-)kindlichen Erziehung werden Sprachstandstests für alle Kinder im Alter von vier Jahren und bei Bedarf eine verpflichtende gezielte Sprachförderung vor der Einschulung befürwortet. Generell wird die Notwendigkeit eines Ausbaus der Kinderbetreuung gesehen, einschließlich einer hinreichenden Qualifikation des Betreuungspersonals. Außerdem soll für jedes neu geborene Kind ein Zukunftskonto eingerichtet werden, das der Staat mit einem Startguthaben von 150 Euro und einer Prämierung von Einzahlungen unterstützt. Bei der dualen Berufsausbildung soll richtigerweise eine Flexibilisierung und Modularisierung vorgenommen und die frühe Berufsorientierung in den Schulen ausgebaut werden, insbesondere für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Im Tertiärbereich will die Koalition zusammen mit den Ländern ein nationales Stipendienprogramm ins Leben rufen und die Autonomie der Hochschulen stärken.<br />
Wenngleich von einem eigentlich erforderlichen, größeren bildungspolitischen Wurf keine Rede sein kann, so enthält der Koalitionsvertrag doch eine Reihe zielführender Einzelmaßnahmen.</p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>Beurteilung des Koalitionsvertrags zu dem Thema Innovations- und Industriepolitik</strong></p>
<p>(41.) Die neue Bundesregierung setzt im Hinblick auf die Innovationspolitik im Grundsatz die richtigen Akzente. Im Einklang mit den in diesem Jahresgutachten ausgeführten Prinzipien einer zielführenden Innovationspolitik verankert sie in den Koalitionsvereinbarungen ihren Anspruch, die Leistungen des deutschen Innovationssystems zu stärken und auf diese Weise das langfristige gesamtwirtschaftliche Wachstum zu fördern. Es ist grundsätzlich richtig, dabei nicht nur auf die Unterstützung privater Akteure bei der Entwicklung neuer Technologien und der Erschließung neuer Märkte zu setzen, sondern mit der Förderung von Bildung und Forschung eine Stärkung der Infrastruktur für Innovationen anzustreben. Insbesondere sind die Vorhaben zu begrüßen, mit einem Wissenschaftsfreiheitsgesetz die Autonomie der Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen auszubauen und steuerliche Anreize für Forschung und Entwicklung durch Unternehmen zu setzen.</p>
<p>Für die tatsächliche Wirkung dieser veränderten Rahmenbedingungen kommt es dann allerdings auf die konkrete Ausgestaltung im Detail an. Zudem ist es richtig, wichtige innovationspolitische Weichenstellungen der vergangenen Jahre fortzuführen, wie etwa die Exzellenzinitiative und die Hightech-Strategie. Auch hier werden aber erst die konkrete Umsetzung und nicht zuletzt die tatsächliche Mittelausstattung der Vorhaben darüber bestimmen, ob der Zuschnitt der Innovationspolitik den Wachstumspfad der Volkswirtschaft entscheidend beflügeln kann. Die Gesamtschau der im Koalitionsvertrag geplanten wettbewerbs- und industriepolitischen Weichenstellungen rät aber zumindest zu einer gewissen Skepsis. So ist es richtig, beim Krisenmanagement in der ausklingenden Wirtschaftskrise auf Kontinuität zu setzen und wie ursprünglich geplant den Deutschlandfonds bis zum Ende des Jahres 2010 zu erhalten. Eine Verlängerung darüber hinaus ist allerdings problematisch. Es ist zu hoffen, dass die im Koalitionsvertrag erwähnte Entwicklung einer Ausstiegsstrategie aus der krisenbedingten staatlichen Stützung rasch das Stadium einer bloßen Ankündigung verlässt. Zudem bleibt abzuwarten, wie die geplanten Änderungen im Wettbewerbs- und Insolvenzrecht im Detail ausfallen werden. Zumindest weist ihre grundsätzliche Zielsetzung − die Ergänzung des Wettbewerbsrechts um ein effektives Entflechtungsinstrument und die Verbesserung der Möglichkeiten zur Unternehmenssanierung beim Insolvenzrecht − jeweils in die richtige Richtung. Höchst bedenklich ist allerdings die Ankündigung, die Wettbewerbsintensität im Arzneimittelmarkt zu vermindern. So kann man dem Anspruch, durch die Sicherung fairen Wettbewerbs die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt zu verbessern, keineswegs gerecht werden.</p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><strong>Beurteilung des Koalitionsvertrags zu dem Thema Verbesserung der Standortattraktivität</strong></p>
<p>(44.) Mit den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Korrekturen der Unternehmensteuerreform befindet sich die Bundesregierung auf dem richtigen Weg. Die Entschärfung der Zinsschranke ist ebenso richtig wie die Erleichterungen bei den steuerlichen Regelungen zum Mantelkauf. Zu begrüßen ist auch, dass die Bundesregierung mit der Einsetzung einer Kommission „Gemeindefinanzen“ einen erneuten Anlauf für eine grundlegende Reform der Gewerbesteuer nehmen will − auch wenn die Erfahrungen mit früheren Reformkommissionen nicht gerade optimistisch stimmen. Weniger positiv zu beurteilen sind die geplanten Änderungen der Erbschaftsteuer. Kritisch zu sehen ist insbesondere eine mögliche Regionalisierung von Steuersätzen und Freibetragsregelungen. Am besten wäre eine Reform der Erbschaftsteuer dahingehend, dass alle Vermögensklassen nicht nur bei der Bewertung, sondern auch beim Steuertarif gleich behandelt werden. Im Gegenzug könnten die Steuersätze in den Steuerklassen I bis III erheblich gesenkt werden.</p>
<p>(45.) Der Flexibilisierung des institutionellen Regelwerks auf dem Arbeitsmarkt kommt der Koalitionsvertrag nur unzureichend nach. Das Tarifvertragsrecht sowie der Kündigungsschutz bleiben weitestgehend außen vor. Betont wird ein hoher Stellenwert der Tarifautonomie. Die Rolle des Tarifausschusses, der über Allgemeinverbindlicherklärungen zu befinden hat, soll gestärkt werden. Einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn lehnt die Koalition ab, jedoch ist von mindestens ebenso bedenklichen branchenspezifischen Mindestlöhnen keine Rede. Immerhin sollen aber die Regelungen des Gesetzes zur Festlegung von Mindestarbeitsbedingungen bis zum Jahr 2011 evaluiert und die Rechtsprechung zum Verbot sittenwidriger Löhne gesetzlich festgeschrieben werden. Eine indirekte, sehr behutsame Erleichterung bei Kündigungen stellt das Vorhaben dar, die sachgrundlose Befristung nach einer Wartezeit von einem Jahr auch dann möglich zu machen, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Insgesamt gesehen trägt der Koalitionsvertrag den Erfordernissen einer Flexibilisierung des Arbeitsmarkts nur unzureichend Rechnung. Wiederum wurde eine Chance vertan.</p>
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		<title>Global Entrepreneurship Week 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 01:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 16-22. November 2009 findet die Global Entrepreneurship Week statt, mit dem Ziel, junge Menschen ans Unternehmertum heranzuführen. Zum deutschen Programm ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-104" title="Bild 2" src="http://blog.gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2009/11/Bild-21.png" alt="Bild 2" width="143" height="88" /></p>
<p><strong>Es ist bald wieder so weit. Vom 16-22. November 2009 werden weltweit an die 2700 Veranstaltungen im Rahmen der Global Entrepreneurship Week durchgeführt. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen ans Unternehmertum heranzuführen.</strong></p>
<p><strong><span id="more-102"></span></strong></p>
<p>Die Global Entrepreneurship Week (GEW) ist eine weltweite Aktionswoche mit dem Ziel, den Unternehmergeist junger Menschen zwischen 14 und 30 Jahren zu wecken. In Deutschland und weiteren 87 Ländern der Erde finden unter dem Motto der GEW zahlreiche Veranstaltungen statt. Das Ursprungsland der Initiative, die USA, ist mit einem Fünftel der 2700 Veranstaltungen Spitzenreiter, gefolgt von Großbritannien und Spanien. Die vier Kernthemen der Woche sind: Inspirieren, Netzwerke, Mentoren und Partizipation.</p>
<ol>
<li><strong>Inspirieren</strong>: um Jungen Menschen unter 30 Unternehmertum als Karrierepfad schmackhaft zu machen.</li>
<li><strong>Netzwerken</strong>: um Innovation interkulturell und interdisziplinär zu fördern, werden Netzwerke zwischen jungen Menschen und Organisationen geschaffen.</li>
<li><strong>Mentoren</strong>: um talentierte Nachwuchsunternehmer zu unterstützen, agieren inspirierende Unternehmer als Mentoren und Trainer.</li>
<li><strong>Partizipation</strong>: um einen Erfahrungsaustausch über Unternehmertum und Unternehmergeist betreffende Politik zu führen, werden politische Entscheidungsträger in den Prozess eingebunden.</li>
</ol>
<p><strong> WAS IST GEBOTEN? &#8211; DIE GEW 2009 IN DEUTSCHLAND</strong></p>
<p>Zwischen dem 16. und 22. November werden im Rahmen der GEW bundesweit insgesamt 86 Aktivitäten durchgeführt, vom Kongress zu “Schule und Selbständigkeit” über Vorlesungsreihen, Gründungsseminaren, Ideenwettbewerben, bis hin zu Präsentationen von sämtlichen relevanten Akteuren. Besonders kreativ klingende Veranstaltungen sind zum Beispiel der <a title="Link zu: NewBizCup 2.0" href="http://www.reutlingen-university.de/hochschule/existenzgruendung/newbizcup20.html" target="_blank">NewBizCup 2.0</a>, Selbstmarketing – <a title="Link zu: die Marke &quot;Ich&quot;" href="www.cto.uni-freiburg.de/gruenderkolleg/vertiefungsworkshops" target="_blank">die Marke “Ich”</a>, oder die <a title="Link zu: IdeeFix - Mainz" href="www.ideefix-wettbewerb.de" target="_blank">Mainzer IdeeFix</a>. Das Motto hierzulande ist „Seien Sie dabei, wenn es gilt, die nächste Generation von unternehmerisch denkenden und handelnden Menschen hervorzubringen!“ Das ausführliche Programm der Aktivitäten finden sie <a title="Link zu: Programm der GEW Aktivitäten in Deutschland" href="http://www.unleashingideas.org/germany/activities_calendar">hier</a>.</p>
<p>Am 16. November wird die Auftaktveranstaltung der deutschen GEW in Stuttgart unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers stattfinden und einen Großteil der deutschen Gründerszene versammeln. Für junge Menschen, die bereits wissen, dass sie Unternehmer werden wollen, ist diese Auftaktveranstaltung mit Vorträgen, Workshops und Vorlesungen ein hervorragender Ort, um sich zu informieren und Netzwerke auszubauen. Sehr positiv ist auch, dass zahlreiche Hochschulen sich durch die Aktionswoche im Zugzwang sehen, Unternehmergeist stärker zu fördern. Ein genauerer Blick auf <a title="Download zu: Programm der Auftaktveranstaltung der GEW 09 in Deutschland" href="http://www.global-ew.de/fileadmin/user_upload/downloads/Flyer-Auftaktveranstaltung.pdf" target="_blank">das Programm der Auftaktveranstaltung </a> zeigt aber, dass ein gemeinsames Forum für die Anwesenden fehlt. Die Versammelten werden in Vorträgen und Vorlesungen ihre Arbeit vorstellen, und Punkt. Dem Programm nach ist kein Raum dafür vorgesehen, gemeinsam eine größere Erkenntnis zu gewinnen oder eine Strategie für mehr Unternehmergeist in Deutschland zu erarbeiten.</p>
<p>Um das hehre Ziel zu erreichen, junge Menschen dafür zu begeistern groß zu denken, ihre Ideen in die Realität umzusetzen und etwas zu bewegen, wird man mit gemeinsamer Anstrengung auf junge Menschen zugehen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass durch die GEW viel mediale Aufmerksamkeit auf die Unternehmerinitiativen, Wettbewerbe und Unterstützungsmöglichkeiten gelenkt wird, und dadurch die Zielgruppe erreicht wird.<br />
Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und die Hochschule Wismar haben erfreulicherweise die Initiative ergriffen und dieser globalen Initiative auch in Deutschland ein Gesicht gegeben. Mitmachen kann übrigens jeder. Und nächstes Jahr wird auch das Forum für Gründergeist mit dabei sein.</p>
<p>_______________________________________________________________________________________<br />
Links zur Global Entrepreneurship Week:</p>
<p><a title="Global Entrepreneurship Week - Deutschland" href="http://www.global-ew.de" target="_blank">http://www.global-ew.de</a> (in Deutschland)</p>
<p><a title="Global Entrepreneurship Week - international" href="http://www.unleashingideas.org" target="_blank">http://www.unleashingideas.org</a> (international)</p>
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		<title>Gründerland Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 02:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gründerland Deutschland: Die neue Regierung nimmt im Koalitionsvertrag dazu Stellung, wie Deutschland wieder innovativer und gründungsstärker werden soll - eine Zusammenfassung mit Kommentaren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_89" class="wp-caption alignleft" style="width: 61px"><img class="size-full wp-image-89" title="Koalitionsvertrag - 17. Legislaturperiode CDU-CSU-FDP" src="http://blog.gruendergeist.eu/wp-content/uploads/2009/11/Bild-1.png" alt="aus dem Koalitionsvertrag der 17. Legislaturperiode" width="51" height="66" /><p class="wp-caption-text">aus dem Koalitionsvertrag</p></div>
<p><strong>Aus aktuellem Anlass ist dieser Beitrag dem Abschnitt „Gründerland Deutschland“ aus dem Koalitionsvertrag gewidmet. In groben Zügen nimmt die neue Regierung dazu Stellung, wie Deutschland wieder innovativer und gründungsstärker werden soll. Es folgt eine Zusammenfassung mit Kommentaren und anschließend der Text im Original.</strong></p>
<p><span id="more-77"></span><br />
<strong>1.    Das Ziel:</strong> junge, innovative Unternehmen sollen von unnötigen Bürokratielasten befreit werden, um Gründungen zu erleichtern und intensiv zu befördern.<br />
&gt;&gt; Gruendergeist.eu: am Anfang steht der Wille zu gründen, Verantwortung zu übernehmen und eine Unternehmung zu führen – erst dann kann Unterstützung und Bürokratieabbau helfen.</p>
<p><strong>2.    Eine Gründerkampagne:</strong> eine Kampagne soll gestartet werden, mit dem Schwerpunkt Betriebsnachfolge.<br />
&gt;&gt; Gruendergeist.eu: ein weiterer Schwerpunkt sollte sein, für eine neue Gründer- und Führungskultur in Schulen und Hochschulen zu werben.</p>
<p><strong>3.    Finanzielle Unterstützung: </strong><br />
•    Ein High-Tech Gründerfonds II soll aufgelegt werden<br />
•    Mehr Mikrokredite für Gründer und Kleinunternehmer sollen bereitgestellt werden, wie auch mehr Risikokapital.<br />
&gt;&gt; Gruendergeist.eu: ein Gründerfonds sollte auch andere Wachstumsstarke Sektoren und soziale Projekte fördern; die Indikatoren für eine Förderung sollten sich unmittelbar an gesellschaftlichen Zielen festmachen.</p>
<p><strong>4.    Pro Business Angels:</strong> das Umfeld für die Tätigkeit von Business Angels soll verbessert werden.<br />
&gt;&gt; Gruendergeist.eu: absolut! Aber das klingt bisher sehr vage. Wie sieht ein besseres Umfeld aus? Lektionen aus erfolgreichen Nachbarländern könnten hier hilfreich sein.</p>
<p><strong>5.    Eine zweite Chance bei Scheitern:</strong> Gründer sollen nach einem ersten gescheiterten Versuch eine zweite Chance bekommen.<br />
&gt;&gt; Gruendergeist.eu: einen zweite Chance ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Mentalität und gesellschaftliche Akzeptanz für Menschen die es riskieren Unternehmen zu gründen muss steigen. Die Erfahrungen aus Misserfolgen sind elementarer Bestandteil einer erfolgreichen Gründergesellschaft, und zwei darf keine Obergrenze sein.</p>
<p>Ich freue mich über Meinungen und Kommentare,<br />
Simon Schnetzer<br />
___________________________________________________________________________________<br />
<strong>Aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP (Seite 26)</strong></p>
<p><em>“<strong>Gründerland Deutschland</strong></em></p>
<p><em>Deutschland soll verstärkt Innovationen hervorbringen und Leitmärkte prägen. Wir werden die Förderprogramme für Gründungen und Gründungsfonds sowie für die Betriebsnachfolgen zusammen mit der Wirtschaft stark ausbauen, bessere Rahmenbedingungen für Chancen- und Beteiligungskapital schaffen und für ein Leitbild der unternehmerischen Selbständigkeit werben. Wir wollen junge, innovative Unternehmen von unnötigen Bürokratielasten befreien, um Gründungen zu erleichtern und intensiv zu befördern.</em></p>
<p><em>Deutschland muss wieder zum Gründerland werden. Daher werden wir eine Gründerkampagne in Deutschland starten. Einen Schwerpunkt wird dabei die Nachfolgeproblematik bei der Betriebsübernahme bilden.</em></p>
<p><em>Wir werden daher dafür sorgen, dass der Mittelstand weiter auf ein ausreichendes Angebot an eigenkapitalnahem Mezzaninkapital zurückgreifen kann.</em></p>
<p><em>Wir werden einen High-Tech-Gründerfonds II als Public-Private-Partnership auflegen, der auf den Erfahrungen des ersten Fonds aufbaut. Darüber hinaus wollen wir dringend benötigtes privates Kapital für deutsche Venture Capital Fonds mobilisieren, indem wir institutionellen Investoren eine anteilige Garantiemöglichkeit zur Risikoabsicherung ihrer Fondseinlagen anbieten. Wir werden das Umfeld für die Tätigkeiten von Business Angels in Deutschland verbessern.</em></p>
<p><em>Wir wollen das Angebot von Mikrokrediten ausweiten, insbesondere für Gründer und Kleinunternehmer.</em></p>
<p><em>Wir wollen Gründern nach einem Fehlstart eine zweite Chance eröffnen. Dazu wird die Zeit der Restschuldbefreiung auf drei Jahre halbiert. Der Pfändungsschutz für die private Altersvorsorge im Insolvenzfall verringert das Risiko der Altersarmut für Selbständige deutlich. Wir werden deshalb die Pfändungsfreigrenzen für die Altersvorsorge Selbständiger regelmäßig anpassen.”</em></p>
<p>Der gesamte Text des Koalitionsvertrages <a title="Der Koalitionsvertrag zum Herunterladen" href="http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf" target="_blank">hier zum Herunterladen</a>, oder  auf den Seiten der Koalitionsparteien:</p>
<p><a href="http://www.cdu.de" target="_blank">www.cdu.de</a> / <a href="http://www.csu.de" target="_blank">www.csu.de</a> / <a href="http://www.fdp.de" target="_blank">www.fdp.de</a></p>
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		<title>Illusionen über Unternehmertum</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 21:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag ist dem Thema „Illusionen über Unternehmertum“ gewidmet und ist Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden. Grundlage für den Beitrag ist ein Vortrag von Scott Shane, dem Autor des 2008 erschienen Buchs* „Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths that Entrepreneurs, Investors and Policy Makers Live By“. In seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><img title="im Markt weht rauher Wind, nicht einfach für Neulinge" src="http://a03-b03.mypicturetown.com:80/P2PwebCmdController/cache/lNOjWOnkvsNaT3xE3q-bQFfNpDLTzZpxF%26o6xf2hp_KqJ7pdfUdeT6lKaE.ha7BO/item.jpg?rot=1" alt="im Markt weht rauher Wind - nicht einfach für Neulinge" width="560" height="165" /><p class="wp-caption-text">im Markt weht rauher Wind, nicht einfach für Neulinge</p></div><strong>Dieser Beitrag ist dem Thema „Illusionen über Unternehmertum“ gewidmet und ist Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden. Grundlage für den Beitrag ist ein Vortrag von Scott Shane, dem Autor des 2008 erschienen Buchs* „Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths that Entrepreneurs, Investors and Policy Makers Live By“. In seinem Vortrag* bei der Entgegennahme des Global Award for Entrepreneurship Research 2009, rechnet der Preisträger mit dem weit verbreiteten Irrglauben ab, dass ein Mehr an Unternehmensgründungen automatisch gut für die Wirtschaft sei.</strong></p>
<p><span id="more-68"></span></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Politiker in Europa und den USA wiegen sich gerne in dem Glauben, dass durch mehr Unternehmensgründungen innovative Unternehmen entstehen und viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist weit gefehlt, wenn man bedenkt, dass die meisten Unternehmensneugründungen eine Lebenserwartung von weniger als fünf Jahren haben und weniger innovativ und produktiv als bestehende Unternehmen sind. Es ist unmöglich, schon im Vorfeld einer Gründung deren Erfolg abzusehen, doch man könnte eindeutigere Erfolgsindikatoren bei der Mittelvergabe berücksichtigen.</p>
<p><strong>Die Illusion vom Wirtschaftswachstum</strong></p>
<p>Die gute Nachricht vorweg: es gibt noch erfolgreiche Neugründungen. Die schlechte Nachricht: davon gibt es nicht viele. Eine Querschnittsanalyse über 34 Länder hat gezeigt, dass Unternehmen zwischen 1998 und 2003 für den Start im Durchschnitt 11.400 US$ benötigten. Doch mit dieser Kapitalausstattung kann man nicht erwarten, dass Branchenriesen wie Google, SAP oder RYANAIR entstehen.</p>
<p>Die Politik stellt sich häufig selbst ein Bein, indem öffentliche Gründungsförderungen vornehmlich in Sektoren mit hohem Wettbewerb und niedrigen Markteintrittsbarrieren bereitgestellt werden. Eine hohe Misserfolgsquote ist dabei vorprogrammiert, denn neue Unternehmen setzen ihre Ressourcen schlechter ein als erfahrene Konkurrenten. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, müssen sie innovativ und produktiver als die Konkurrenz sein. Das ist für Branchenneulinge eine große Herausforderung, besonders wenn sie, wie viele, aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet werden. Die erfolgreichsten Gründer sind jene, die ihre Beschäftigung in einem bestimmten Sektor aufgeben, um sich mit einer Idee in demselben Sektor selbständig zu machen.</p>
<p>Es ist statistisch nachgewiesen, dass Länder bei zunehmendem Wohlstand eine Abnahme der Neugründungen verzeichnen. Das erklärt sich durch steigende Durchschnittslöhne und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten, die gleichzeitig den Anreiz reduzieren, das Risiko der Selbständigkeit einzugehen. In den USA, ähnlich wie in anderen OECD Mitgliedstaaten, sank die Rate der selbständig Beschäftigten zwischen 1948 und 2003 von 12 auf 7,5 Prozent.</p>
<p><strong>Die Illusion von der Arbeitsschaffung</strong></p>
<p>Es sind nicht junge Unternehmen die neue Arbeitsplätze schaffen. Nicht einmal zehn Prozent der in den USA und in Schweden jährlich geschaffenen Arbeitsplätze entstehen durch Firmengründungen. Und die meisten der so geschaffenen Stellen überdauern keine zwei oder drei Jahre. In den USA bedarf es 43 Gründungen, damit über die Dauer von zehn Jahren ein Unternehmen zumindest einen Beschäftigten (im Schnitt sind es dann neun) hält. Problematisch für Beschäftigte von jungen Unternehmen ist, dass der Arbeitsplatz unsicher ist und Lohn und Zusatzleistungen schlechter sind als bei der etablierten Konkurrenz.</p>
<p><strong>Die Lösung für die Politik</strong></p>
<p>Der Autor empfiehlt der Politik, einen klaren Schnitt mit der bisherigen Gründungsförderung zu machen: man muss aufhören jede Gründung zu fördern und sich stattdessen auf Gründungen mit Wachstumspotential konzentrieren. Identifizieren lassen sich Unternehmen mit Wachstumspotential gut daran, wie sie finanziert werden. Besonders erfolgreich entwickeln sich mit Risikokapital finanzierte Unternehmen. Das sind in den USA von jährlich zwei Millionen Neugründungen im Schnitt nur 820. Eine weitere Maßnahme für die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist die Bereitstellung von mehr Geld für kommerziell nutzbare Forschung und Entwicklung, speziell auch für kleinere Unternehmen.</p>
<p>Was der Autor davon hält, dass der deutsche Staat jährlich zwölf Milliarden Euro ausgibt um Arbeitslose zu Unternehmern zu machen? Nicht viel, denn als Ergebnis der Investition gibt es viele Kleinstunternehmen mit wenig Wachstumsperspektive und hoher Ausfallquote.</p>
<p><strong>Bedeutung für das Forum für Gründergeist</strong></p>
<p>Die Aussagen des Artikels spielen eine wichtige Rolle für weitere Diskussionen in dem Forum für Gründergeist. Scott Shane belegt eindrucksvoll das Versagen der Denkweise, dass jegliches unternehmerisches Handeln für die Gesellschaft wertvoll und förderungswürdig ist. Um herkömmliche Gründerförderung durch bessere abzulösen, gilt es noch einige Fragen zu beantworten:</p>
<ul>
<li>Welche Rolle hat der Staat: muss der Staat Gründungen mitfinanzieren, oder sich auf Beratung beschränken, um den Wert von Ideen und Innovationen für die Gesellschaft zu maximieren?</li>
<li>Was können wir von Risikokapitalgebern lernen: soll der Staat dieselben Förderkriterien anlegen wie Risikokapitalgeber?</li>
<li>Reichen vorhandene Fördermöglichkeiten aus: gibt es genug Risikokapital für aussichtsreiche Unternehmensgründer?</li>
</ul>
<p>Gewiss, Deutschland sollte nicht jeden willigen Unternehmensgründer finanziell unterstützen, aber es sollte fördern, dass jeder mit einer Idee sich als potentieller Gründer versteht und bereit fühlt diese in die Tat umzusetzen.</p>
<p><strong>Quellen des Beitrags:</strong></p>
<p>* Scott A. Shane (2009): <em>Why encouraging more people to become entrepreneurs is bad public policy</em>. Small Business Economics (2009) 33: 141-149.<br />
&gt;&gt; <a title="Link zum Herunterladen des Artikels" href="http://www.e-award.org/BinaryLoader.axd?OwnerID=75e341dc-eb49-455b-8a1c-ce63f929a40a&amp;OwnerType=0&amp;PropertyName=Files&amp;FileName=Prize%20Lecture.pdf" target="_blank">Der Link zum Herunterladen</a></p>
<p>* Scott A. Shane (2008), Yale University Press: <em>The Illusions of Entrepreneurship: The Costly Myths That Entrepreneurs, Investors, and Policy Makers Live By</em>.<br />
&gt;&gt; <a title="Link zum Einsehen bei Google Books" href="http://books.google.com/books?id=MyNmK9lcvugC&amp;dq=scott+shane+illusions+google+books&amp;printsec=frontcover&amp;source=bn&amp;hl=de&amp;ei=U57kSuyiOYuouAegm-3YAQ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=4&amp;ved=0CBcQ6AEwAw" target="_blank">Bei Google Books zum Einsehen </a></p>
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		<title>Unternehmerischer Ehrgeiz unter der Lupe</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 19:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden: „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“ (Unternehmerischer Ehrgeiz, Motivation und dafür förderliche Faktoren) aus dem Journal für Small Business Economics, 2008.  Die Autoren empfehlen der Politik Unternehmerehrgeiz stärker zu fördern und bei der Förderung von Gründungsvorhaben den Fokus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Unternehmergeist unter der Lupe" src="http://a03-b03.mypicturetown.com:80/P2PwebCmdController/cache/2c0xKUOyc%26Mh.Enzp2jPMkdNh%3DFNPVJ_.aIs-wwue3Kz6qP4rF82o-%25pne%3DUG%3DO/item.jpg?rot=1" alt="Es geht weiter, aber wie?" width="576" height="151" /></p>
<p><strong>Dieser Beitrag ist der erste Teil einer Serie, in der Studien und Berichte über Gründergeist/er vorgestellt werden: „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“ (Unternehmerischer Ehrgeiz, Motivation und dafür förderliche Faktoren) aus dem Journal für Small Business Economics, 2008.  Die Autoren empfehlen der Politik Unternehmerehrgeiz stärker zu fördern und bei der Förderung von Gründungsvorhaben den Fokus auf Qualität statt auf Quantität zu legen.</strong></p>
<p><span id="more-41"></span><br />
Der Fachartikel untersucht verschiedene Motivationen für Gründungsvorhaben. Insbesondere wird analysiert, inwiefern ein Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Voraussetzungen und unternehmerischem Ehrgeiz besteht. Die Autoren definieren zwei Phasen unternehmerischer Tätigkeit: erstens, die Gründungsphase, in der Menschen durch Notwendigkeit, Unabhängigkeitsstreben oder Wohlstandsmehrung motiviert werden; zweitens, die Wachstumsphase, charakterisiert durch den Ehrgeiz bezüglich Innovation, Beschäftigungswachstum und Export.</p>
<p>In Ergänzung zur bestehenden Literatur haben die Autoren auch den Einfluss sozialer Sicherheit für ihre Analyse berücksichtigt. Antwort auf ihre Fragen fanden die Autoren in den Datensätzen des Global Entrepreneurship Monitors 2005 und 2006. Das Ergebnis der Analyse ist, dass export- und wachstumsorientierte Unternehmer meist aus dem Motiv der Wohlstandsmehrung gründen und dass unternehmerischer Ehrgeiz mit der Höhe der sozialen Absicherung abnimmt.</p>
<p><strong> Die Bedeutung des Artikels für Gründergeist</strong></p>
<p>Die Politik fordert mehr Unternehmertum, um Strukturwandel zu beschleunigen und sterbende Beschäftigungsfelder durch neue zu ersetzen. Der Fachartikel leistet einen Beitrag zu der Diskussion, wie Unternehmertum am besten gefördert werden kann, um gesamtwirtschaftliche Ziele zu erreichen.</p>
<p>Vornehmliches Ziel sollte es sein, das kreative und soziale Potential der Menschen zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und durch Innovationen international Wettbewerbsvorteile zu erlangen und auszubauen. Die Empfehlung, Gründungen entsprechend ihrem Wachstumspotential zu fördern, weist die Richtung, allerdings mit zwei Zusätzen: erstens, sollte für Gründungen mit sozialen Zielen der Beurteilungskatalog um entsprechende Kriterien ergänzt werden; zweitens, das vorhandene Wachstumspotential bei Gründungsvorhaben/Jungunternehmen sollte identifiziert und mit Unterstützung entwickelt werden.</p>
<p>Die Autoren empfehlen unternehmerische Motivation und Ehrgeiz zu fördern. Allein Steueranreize für das Erreichen von Wachstumszielen werden dafür nicht ausreichen. Es bedarf wohl eher einer Veränderung der Grundeinstellung gegenüber Gründungsvorhaben und unternehmerischem Risiko. Um diese Grundeinstellung zu ändern, muss man schon auf  Schüler und Hochschüler zugehen und ihnen, zum Beispiel in einer Projektwoche, das zum Gründen nötige Wissen lehren und durch praktisches Erfahren Berührungsängste nehmen.</p>
<p>Ein hohes Niveau sozialer Absicherung sollte Bürger nicht davon abhalten, ihre Ideen als potentielle Gründer zu verwirklichen. Auf vielerlei Weise können Bürger in die Gründerlandschaft stärker eingebunden werden. 1) Eine Garantie für soziale Absicherung in dem frühen Gründerstadium könnte risikoscheuen Bürgern den Schritt zum Unternehmertum erleichtern. 2) Ideenbörsen können Ideen und andere Gründungskompetenzen zusammen bringen und Kollaborationen fördern. 3) Förderkriterien für Gründungen sollten keine Sektoren hervorheben, während andere ausgegrenzt werden. Die Zukunft des Landes ist die gemeinsame Verantwortung aller Bürger. Das muss sich auch in den Fördermöglichkeiten spiegeln.</p>
<p>Viele kreative Köpfe arbeiten bereits an Lösungen für die oben erwähnten Gründungs- und Innovationsbarrieren. Einige davon werden in folgenden Beiträgen vorgestellt werden.</p>
<p>_________________</p>
<p>Der Artikel wurde veröffentlicht in Small Business Economics (2008) 31:323-339 „Entrepreneurial aspirations, motivations, and their drivers“, von Jolanda Hessels, Marco van Gelderen and Roy Thurik.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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		<title>Leistungsbilanz und Defizit einer jungen Generation</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 15:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Emanzipiert und ziellos gehen viele Jugendliche und junge Erwachsene durchs Leben. Frei von familiären Zwängen und zu bequem um Risiken einzugehen. Wer wird unsere Institutionen fit machen für die Zukunft und neue Arbeitsplätze schaffen, wenn der jungen Generation in Deutschland Gründergeist fehlt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://farm4.static.flickr.com/3031/2978791850_6a47ca0f90.jpg"><img title="Hochschulalltag in Deutschland" src="http://farm4.static.flickr.com/3031/2978791850_6a47ca0f90.jpg" alt="" width="227" height="170" /></a></p>
<p><strong>Emanzipiert und ziellos gehen viele Jugendliche und junge Erwachsene durchs Leben. Sie sind frei von familiären Zwängen und zu bequem um Risiken einzugehen. Wer wird unsere Institutionen fit machen für die Zukunft und neue Arbeitsplätze schaffen, wenn der jungen Generation in Deutschland Gründergeist fehlt? </strong></p>
<p><strong><span id="more-37"></span><br />
</strong></p>
<p>Die meisten von uns gehen einer Arbeit nach in der Ziele wie von anonymer Hand bestimmt sind. Und die Zufriedenheit über das Erreichte in unserer Arbeit verliert sich häufig in der Abstraktion vom Kern des Wesens. Noch unzufriedener sind Arbeitswillige, die trotz Ausbildung keine Beschäftigung finden. Das Resultat ist eine Gesellschaft, in der Depressionen zur Mode verkommen. Wir sind emanzipiert und eigentlich frei von jeglichen familiären oder gesellschaftlichen Vorgaben für unsere Zukunft. Aber haben wir noch die Freiheit zu tun was uns glücklich macht? Oder besitzen wir zuviel Freiheit und verlieren uns in einem Überangebot an Möglichkeiten?</p>
<p>Vieles ist gut, was wir geschaffen haben. Verzeihung, ich sollte sagen, was unsere Väter und Vorväter seit der Nachkriegszeit geschaffen haben. Wir leben in Frieden mit unseren Nachbarländern, es herrscht Recht und Ordnung, und die Regierung wird demokratisch gewählt. Internationale Beziehungen interessieren viele, aber nationale Politik scheint aus der Mode gekommen zu sein.</p>
<p>Haben wir, die Generation 20-35 jähriger, in unserem Leben schon etwas vollbracht? Wird von uns erwartet, dass wir etwas Neues schaffen? Das Bildungssystem ist daran ausgerichtet etablierte Institutionen und Strukturen aufrecht zu erhalten. Ein kritischer Standpunkt, der die Grundfesten und Institutionen unserer Gesellschaft in Frage stellt, ist für uns nicht vorgesehen. Hochschulstudiengänge machen uns zu qualifizierten Arbeitnehmern. Ausnahmen dazu gibt es, doch die finden sich in der Regel nur in der Informatik oder den Ingenieurswissenschaften, die Hoffnungsträger für den schwächelnden Arbeitsmarkt. Was ist mit den vielen Studenten der Sozial- oder Naturwissenschaften?</p>
<p>Bis auf Lebenskosten und Semesterbeitrag wird das Studium komplett aus Steuergeldern finanziert. Erwartungen der Gesellschaft an den akademischen Nachwuchs wären also berechtigt. Doch wir werden nicht aus der Unmündigkeit entlassen. Wir werden ermutigt eine geregelte Anstellung und gesichertes Auskommen anzustreben. Wo bleibt der Raum und die Förderung für innovatives Denken und eigenverantwortliches Handeln?</p>
<p>Zu viel Fürsorge hält Kinder in Abhängigkeit. In Ländern wie Argentinien, in denen die Bevölkerung nicht an eine umsorgende Allmacht des Staats glaubt, wird, bei vergleichsweise schlechteren institutionellen Voraussetzungen, deutlich mehr Gründungsaktivität verzeichnet. Aber es sollte nicht erst die Not sein, die uns erfinderisch werden lässt. Es sind gut überlegte Unternehmensgründungen, und selten aus der Not geborene Existenzgründungen, die zu einer Überholung der wirtschaftlichen Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten beitragen.</p>
<p><strong>Was bringt die Zukunft?</strong><br />
Die Wirtschaftskrise hat einen Vorteil: Sie erlaubt es, dass Fragen gestellt werden. Fragen, die in Zeiten geringer Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung tabuisiert werden: Können wir nicht noch mehr, als zu versuchen einen Status Quo um jeden Preis zu erhalten? Woher kommen neue Arbeitsplätze wenn unsterblich geglaubte Industrieunternehmen plötzlich verschwinden? Wie werden sich die Strukturen in den nächsten zehn bis fünfzig Jahren verändern und mit welchen Auswirkungen auf die Bevölkerung? Wie können wir einen Gesinnungswandel herbeiführen und junge Menschen dafür interessieren und ermutigen die Umsetzung ihrer Ideen in Gründungen als erstrebenswertes Ziel zu verfolgen?</p>
<p>Gründungswillige werden in Deutschland großzügig unterstützt, durch Förderprogramme, Coaching, Trainingskurse und mit finanziellen Mitteln. Doch wer sind die Gründungswilligen, wenn Selbständigkeit, Mut zu Risiko und Unternehmertum in dem Zielstreben der jungen Generation zwischen Namen wie BMW, Außenministerium, Google oder KPMG keinen Platz haben?</p>
<p>Mehr Ideen, die um bestehende Fördermöglichkeiten konkurrieren, werden in mehr zukunftsfähigen Arbeitsplätzen resultieren. Gründer zu werden, soll keine Frage elitärer Herkunft sein. Schulen und Hochschulen sollten umfassend Gründergeist und Grundlagen des Unternehmertums als Pflichtbestandteil in die Lehrpläne integrieren. Das wäre ein Anfang.</p>
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