Erst kürzlich, im Gespräch mit einer angehenden BWL-Studentin, war ich überrascht wie sonnenklar ihr war, dass sie später selbständig und Unternehmerin sein will. Im Verborgenen war lediglich noch mit welcher Idee: „Ja, wenn ich eine Idee hätte, dann würde ich …“


Auf der Suche nach Ideen

Ein Patentrezept für eine Unternehmensidee gibt es nicht, wohl aber ein paar Klassiker: es passiert im Alltag, man sieht Bedarf und entwickelt eine Lösung; oder auf Reisen, wenn man ein neues Produkt oder Dienstleistung mit Potential in der Heimat entdeckt; im Gespräch, an der Uni, etc. Ob diese Idee dann zu einem erfolgreichen Unternehmen wird, hängt von vielen Faktoren, wie der Gründerpersönlichkeit, Markt, Finanzierung und Konzept ab – doch davon in späteren Artikeln mehr. Da viele Ideen spontan kommen, sollte man auf jeden Fall ein Ideenbuch führen und von Zeit zu Zeit hineinsehen.

Wer weniger inspiriert ist Neuland zu betreten, aber Unternehmer werden will, kann dies auch als Franchiser oder Unternehmensnachfolger tun. Informationen über das Franchise System gibt es bei dem Deutschen Franchise-Verband e.V. und eine Unternehmensbörse wird für Unternehmensnachfolge wird auf www.nexxt-change.org angeboten. Die Anfangsinvestitionen sind in beiden Fällen beachtlich und Chef sein ist eine Herausforderung.

Literaturtipp: Auf der Existenzgründer-Seite des BMWi gibt es auf dem Existenzgründerportal ausführliche Informationen rund um Gründungsideen.

MEIN STARTUP – EIN EIGENVERSUCH:

Unsere Idee in Kürze: es geht darum Gesellschaftsforschung im digitalen Raum kostengünstig zu betreiben und durch multimediale Darstellung mehrdimensional und spannend aufzubereiten.

  • Januar 2010: Die Ausgangsvoraussetzungen waren erfüllt: eine Idee, eine Vision, ein Team und das Gefühl bereit zu sein Unternehmer zu werden.
  • Februar 2010: Ein Beratungsbüro riet uns mindestens einen Informatiker oder Mathematiker ins Team aufzunehmen, um wilde Algorithmen als Innovation darzustellen und Ziele aufzublasen, nur so lassen sich die Förderkriterien gewiss erfüllen. „Zum Schluss schaut bei öffentlichen Programmen eh keiner ob man umsetzt was in der Planung steht.“ >> Aber nein, das hätte mit unserer Vision nichts mehr zu tun.
  • März 2010: Drei Monate später, nach vielen Gesprächen mit Beratern, Freunden, jungen Gründern und möglichen Förderern siegt der Zweifel. Die Frage „und wie wollt ihr damit Geld machen?“ konnte nicht überzeugend dargestellt werden.

Fazit: Die Erfahrungen waren sehr lehrreich und wichtig. Was wir tun, bleibt zunächst ein Projekt – für eine gesellschaftliche Studie und einen Dokumentarfilm um genau zu sein. Es macht Spaß das Projekt weniger verbissen sich entwickeln zu sehen, wenn auch mit einem für unternehmerische Möglichkeiten geschärften Blick.

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